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Meinen Hass bekommt ihr nicht

"Freitag Abend habt ihr das Leben eines ausserordentlichen Wesens geraubt, das der Liebe meines Lebens, der Mutter meines Sohnes, aber meinen Hass bekommt ihr nicht."
 
 
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Der bewegende Bericht eines Mannes, der am 13. November 2015 während der Terroranschläge in Paris die Liebe seines Lebens verlor und mit einem einzigen Post die ganze Welt bewegte.

Am 13. November 2015 sah Antoine Leiris seine Frau Hélène zum...
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Kommentare zu "Meinen Hass bekommt ihr nicht"
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  • 4 Sterne

    15 von 24 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Verena W., 03.02.2017

    13. November 2015: für Antoine Leiris beginnt ein Albtraum. Seine Frau Hélène besucht ein Konzert im Pariser Club Bataclan - und kehrt nie wieder zurück. Unter den vielen Menschen, die bei dem Attentat ihr Leben verloren, war auch Antoines Ehefrau, Mutter eines 17 Monate alten Jungen.
    Auf knapp 140 Seiten versucht Leiris, seinen Schmerz über den gewaltsamen Tod seiner geliebten Frau auszudrücken, seine Trauer in Worte zu fassen. Eindrucksvoll beschreibt er in kurzen Kapiteln, wie er nun allein den Alltag bewältigt, Arbeit, Haushalt und Betreuung seines kleinen Sohnes managt. Die Solidarität und Hilfsbereitschaft der Menschen, die nach diesem Attentat sehr gross ist, vermag Antoine zu helfen, jedoch nicht zu trösten. Doch die Sorge um das Kind gibt dem Vater eine Perspektive. Der Gedanke an seine Verantwortung als Vater und die Zukunft des kleinen Melvil gibt ihm Halt.
    Aber ihn beschäftigt auch die Frage nach dem „Warum“ der Tat, die Melvil eines Tages stellen wird. Bisher kam der Kleine nie mit Schrecknissen in Berührung, sondern wurde vor allen bösen Absichten oder Meinungen behütet; selbst schlimme Wendungen in seinem Kinderbuch wurden überblättert. Symbolhaft für das furchtbare Geschehen im Bataclan und die Begegnung mit bösen Dingen steht die Hauptfigur aus Melvils Lieblingsbuch: ein Marienkäfer, der von einer bösen Fee in ein Angst und Schrecken verbreitendes Insekt verwandelt wird.
    Antoines Appell an die Attentäter: Hier ist kein Platz für Hass oder gar Rachegedanken. Diese Genugtuung gönnt er den Tätern nicht. Wichtiger ist ihm das Gedenken an die Opfer, die Trauer - und das Weiterleben.

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  • 5 Sterne

    4 von 8 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Klusi liest, 22.01.2018

    Am 13. November 2015 wurde Antoine Leiris der Liebe seines Lebens und der gemeinsame kleine Sohn Melvil seiner Mutter beraubt. Hélène Leiris kam bei dem Attentat im Le Bataclan in Paris ums Leben. Antoine Leiris ist von jetzt auf gleich mit seinem Sohn allein. Trotz seiner tiefen Trauer kann er sich nicht verkriechen, sondern muss für Melvil da sein. Der Kleine versteht noch nicht, was passiert ist. Er vermisst seine Mutter, und Antoine muss einen Weg finden, ihm zu sagen, dass seine geliebte Mama nicht wieder kommen wird.
    Das Büchlein ist mit 141 Seiten nicht sehr dick und dabei gross gedruckt, und doch enthält es so viel! Antoine Leiris erzählt seine schmerzvolle Geschichte, die das Schicksal ihm auferlegt hat. Er beschreibt seine eigene Situation und seine Gefühle sehr bildhaft. In seinen Worten kommt die ganze Tragik zum Ausdruck, die er selbst noch gar nicht in vollem Umfang begreifen kann. Für ihn war es vermutlich auch eine Art Trauerbewältigung, dieses Buch zu schreiben. Er schildert seine Bemühungen, zusammen mit seinem Sohn wieder in den Alltag zu finden, seine Erfahrungen mit Menschen im Umkreis der zerstörten kleinen Familie, und er berichtet von den liebevollen, hoffnungsvollen Momenten mit seinem Sohn, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern (ja, auch das gibt es in diesem Buch, und es ist gut so!).
    Das Herzstück des Buches ist jedoch der Brief, den Antoine Leiris, an die Attentäter gerichtet, auf Facebook veröffentlicht hat. Dieser beginnt mit den Worten: „Freitag Abend habt ihr das Leben eines ausserordentlichen Wesens geraubt, das der Liebe meines Lebens, der Mutter meines Sohnes, aber meinen Hass bekommt ihr nicht“.
    Nicht nur dieser Brief, das ganze Buch ist zutiefst berührend. Es spricht von der unendlichen Trauer eines liebenden Mannes und Vaters, es erzählt einerseits von Hoffnungslosigkeit, aber das, was Antoine Leiris geschrieben hat, zeugt auch von einer ungemein starken Geisteshaltung. Die Aufgabe, seinem Sohn das Schicksal der Mutter nahe zu bringen, ist nicht einfach und wird in der Zukunft noch viel Kraft erfordern. Aber er wird das hinbekommen und seinen kleinen Sohn zu einem freien, starken, liebenden Menschen erziehen. Antoine Leiris hasst die Täter nicht, und genau damit trifft er sie! Ich kann die Stärke dieses Mannes nur bewundern.
    Das kleine Buch mit dem grossen Inhalt kann ich nur jedem ans Herz legen.

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  • 4 Sterne

    4 von 8 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    solveig, 03.02.2017 bei bewertet

    13. November 2015: für Antoine Leiris beginnt ein Albtraum. Seine Frau Hélène besucht ein Konzert im Pariser Club Bataclan - und kehrt nie wieder zurück. Unter den vielen Menschen, die bei dem Attentat ihr Leben verloren, war auch Antoines Ehefrau, Mutter eines 17 Monate alten Jungen.
    Auf knapp 140 Seiten versucht Leiris, seinen Schmerz über den gewaltsamen Tod seiner geliebten Frau auszudrücken, seine Trauer in Worte zu fassen. Eindrucksvoll beschreibt er in kurzen Kapiteln, wie er nun allein den Alltag bewältigt, Arbeit, Haushalt und Betreuung seines kleinen Sohnes managt. Die Solidarität und Hilfsbereitschaft der Menschen, die nach diesem Attentat sehr gross ist, vermag Antoine zu helfen, jedoch nicht zu trösten. Doch die Sorge um das Kind gibt dem Vater eine Perspektive. Der Gedanke an seine Verantwortung als Vater und die Zukunft des kleinen Melvil gibt ihm Halt.
    Aber ihn beschäftigt auch die Frage nach dem „Warum“ der Tat, die Melvil eines Tages stellen wird. Bisher kam der Kleine nie mit Schrecknissen in Berührung, sondern wurde vor allen bösen Absichten oder Meinungen behütet; selbst schlimme Wendungen in seinem Kinderbuch wurden überblättert. Symbolhaft für das furchtbare Geschehen im Bataclan und die Begegnung mit bösen Dingen steht die Hauptfigur aus Melvils Lieblingsbuch: ein Marienkäfer, der von einer bösen Fee in ein Angst und Schrecken verbreitendes Insekt verwandelt wird.
    Antoines Appell an die Attentäter: Hier ist kein Platz für Hass oder gar Rachegedanken. Diese Genugtuung gönnt er den Tätern nicht. Wichtiger ist ihm das Gedenken an die Opfer, die Trauer - und das Weiterleben.

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