Die Evolution der karnivoren Pflanzen

Was die Selektion nicht leisten kann. Das Beispiel Utricularia (Wasserschlauch)

"Mit hochmütiger Kühnheit gibt heute die [Selektions-]Theorie Antwort auf alles" - kommentierte der berühmte französische Biologe Jean-Henri Fabre den Darwinismus seiner Zeit. Heute ist es nicht anders. Die Selektion ist zu... mehr
2012, IX, 274 Seiten, Masse: 17,8 x 25,8 cm, Kartoniert (TB), Deutsch Monsenstein und Vannerdat ISBN-10: 3869914874
ISBN-13: 9783869914879
 

Produkt-Beschreibung zu: Die Evolution der karnivoren Pflanzen

"Mit hochmütiger Kühnheit gibt heute die [Selektions-]Theorie Antwort auf alles" - kommentierte der berühmte französische Biologe Jean-Henri Fabre den Darwinismus seiner Zeit. Heute ist es nicht anders. Die Selektion ist zu einer allwissenden Gottheit erhoben worden, die "täglich und stündlich dabei [ist], allüberall in der Welt, die geringsten Veränderungen aufzuspüren und sie zu verwerfen, sobald sie schlecht sind, zu erhalten und zu vermehren, sobald sie gut sind" (Darwin 1859). "Natural selection comes close to omnipotence" (Avise 1999). Auch C. Exley (2009) spricht von der Allmacht (omnipotence) der Selektion. Tatsache ist jedoch, dass die heutigen Evolutionstheorien vor einer Vielzahl biologischer Phänomene so systematisch und restlos versagen, dass man die oben zitierten Behauptungen zur Omnipotenz der Selektion nur noch mit falschen religiösen Glaubensbekenntnissen auf eine Stufe stellen kann. In den raffinierten Fangmechanismen der karnivoren Pflanzen findet der vorurteilsfreie Leser für diese Behauptung gleich eine ganze Batterie von Beispielen. Auch wenn ich mich hier auf den Fangmechanismus des Wasserschlauchs konzentriere, so werden doch die damit verbundenen Fragen ausführlich behandelt - etwa warum Genlisea und Pinguicula und weitere Formen der karnivoren Pflanzen definitiv nicht als evolutionäre Vorstufen zu Utricularia zu betrachten sind und die Fragen zur Bedeutung der Selektion überhaupt. Endergebnis der Untersuchung: Die Selektionstheorie scheitert an komplex-synorganisierten Organen und Systemen wie dem Fangmechanismus Utricularia. Nachtweys Fragen zu Utricularia sind aktueller denn je: "Soll die Bildung mit dem Entstehen der Kastenfalle beginnen oder mit der Produktion der Verdauungssäfte? ...selbst eine vollkommene Kastenfalle mit der erstaunlichsten Fähigkeit, blitzschnell Tiere zu erbeuten, hätte ohne Verdauungssäfte nicht den geringsten Wert im Daseinskampf. ...Was aber soll es andererseits einem gewöhnlichen Blattzipfel nützen, wenn er noch so wirksame Verdauungssäfte ausscheidet, er kann ja die Beute nicht festhalten,.... ...Die gelösten Eiweissstoffe müssen ja auch aufgesogen und in arteigenes Pflanzeneiweiss verwandelt werden. ... Die Bildung des Wasserschlauchbläschens erfordert also das vollendet harmonische Zusammenspiel vieler verschiedenartiger Gene und Entwicklungsfaktoren. Erst mit dem Endeffekt wird der Nutzen für den Daseinskampf erreicht, nicht aber mit irgendeiner Entwicklungsstufe." Die Alternative lautet DESIGN.
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Klappentext zu: Die Evolution der karnivoren Pflanzen

"Mit hochmütiger Kühnheit gibt heute die [Selektions-]Theorie Antwort auf alles" kommentierte der berühmte französische Biologe Jean-Henri Fabre den Darwinismus seiner Zeit. Heute ist es nicht anders. Die Selektion ist zu einer allwissenden Gottheit erhoben worden, die täglich und stündlich dabei [ist], allüberall in der Welt, die geringsten Veränderungen aufzuspüren und sie zu verwerfen, sobald sie schlecht sind, zu erhalten und zu vermehren, sobald sie gut sind (Darwin 1859). "Natural selection comes close to omnipotence" (Avise 1999). Auch C. Exley (2009) spricht von der Allmacht (omnipotence) der Selektion. Tatsache ist jedoch, dass die heutigen Evolutionstheorien vor einer Vielzahl biologischer Phänomene so systematisch und restlos versagen, dass man die oben zitierten Behauptungen zur Omnipotenz der Selektion nur noch mit falschen religiösen Glaubensbekenntnissen auf eine Stufe stellen kann.
In den raffinierten Fangmechanismen der karnivoren Pflanzen findet der vorurteilsfreie Leser für diese Behauptung gleich eine ganze Batterie von Beispielen. Auch wenn ich mich hier auf den Fangmechanismus des Wasserschlauchs konzentriere, so werden doch die damit verbundenen Fragen ausführlich behandelt etwa warum Genlisea und Pinguicula und weitere Formen der karnivoren Pflanzen definitiv nicht als evolutionäre Vorstufen zu Utricularia zu betrachten sind und die Fragen zur Bedeutung der Selektion überhaupt. Endergebnis der Untersuchung: Die Selektionstheorie scheitert an komplex-synorganisierten Organen und Systemen wie dem Fangmechanismus Utricularia.
Nachtweys Fragen zu Utricularia sind aktueller denn je: "Soll die Bildung mit dem Entstehen der Kastenfalle beginnen oder mit der Produktion der Verdauungssäfte? selbst eine vollkommene Kastenfalle mit der erstaunlichsten Fähigkeit, blitzschnell Tiere zu erbeuten, hätte ohne Verdauungssäfte nicht den geringsten Wert im Daseinskampf. Was aber soll es andererseits einem gewöhnlichen Blattzipfel nützen, wenn er nochso wirksame Verdauungssäfte ausscheidet, er kann ja die Beute nicht festhalten, . Die gelösten Eiweissstoffe müssen ja auch aufgesogen und in arteigenes Pflanzeneiweiss verwandelt werden. Die Bildung des Wasserschlauchbläschens erfordert also das vollendet harmonische Zusammenspiel vieler verschiedenartiger Gene und Entwicklungsfaktoren. Erst mit dem Endeffekt wird der Nutzen für den Daseinskampf erreicht, nicht aber mit irgendeiner Entwicklungsstufe. Die Alternative lautet DESIGN.

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