Freiräume in der praktischen Lehrerausbildung
Die Implementierung des Seminarjahrs in der preussischen Rheinprovinz von 1890 bis 1908
Staates und Volkes Wohlfahrt als Bildungsprodukt und in letzter Konsequenz als Ergebnis einer erfolgreichen Lehrerausbildung - diese Ansicht war nicht neu, wurde aber zum Ende der 1880er Jahre nachdrücklich wie nie zuvor geäussert... mehr
2012, 643 Seiten, Masse: 14,9 x 20,9 cm, Kartoniert (TB), Deutsch
Projekt, Bochum
ISBN-10: 3897332523
ISBN-13: 9783897332522
Projekt, Bochum
ISBN-10: 3897332523ISBN-13: 9783897332522
Produkt-Beschreibung zu: Freiräume in der praktischen Lehrerausbildung
Staates und Volkes Wohlfahrt als Bildungsprodukt und in letzter Konsequenz als Ergebnis einer erfolgreichen Lehrerausbildung - diese Ansicht war nicht neu, wurde aber zum Ende der 1880er Jahre nachdrücklich wie nie zuvor geäussert und eingefordert. Der Ausbildungsstand des Lehrpersonals bestimmte und bestimmt nach einhelliger Meinung die Qualität des Schulwesens und nicht zuletzt den Erfolg des Systems, den des Bildungswesens wie des Staates. Die praktische Lehrerausbildung, ein staatliches Terrain wie die Schule selbst, war in der Tat seit 1826 nicht weiterentwickelt worden; seit dieser Zeit bestand das Probejahr, das einen Mindeststandard sichern sollte - der Reformbedarf war demnach durchaus vorhanden. Gustav von Gossler, Kultusminister des bedeutendsten Bundeslandes Preussen, hatte sich parallel zu den Reformvorschlägen der Zeitgenossen schon lange Jahre für die Verbesserung der seit Jahrzehnten nicht modifizierten praktischen Lehrerausbildung engagiert und setzte im März 1890 eine Reform ins Werk, deren Ergebnis noch immer die strukturelle Grundlage des heutigen praktischen Vorbereitungsdienstes darstellt. Die Untersuchung dieses Vorgangs, der Implementierung der "Ordnung der praktischen Ausbildung für das Lehramt an höheren Schulen" am Beispiel der preussischen Rheinprovinz, ist Inhalt der Arbeit. In diesem Zusammenhang beleuchtet die Autorin den historischen Weg zur ministeriellen Reform, die Umsetzung durch die provinziellen Vertreter des preussischen Kultusministers und der Provinzial-Schulräte in den Provinzial-Schul-Kollegien. Auch die Kandidaten, die angehenden Lehrer, werden in Bezug auf die an sie gestellten unterrichtlichen wie ausserunterrichtlichen Anforderungen in den Blick genommen. Darüber hinaus werden die individuellen Ausbildungsvoraussetzungen - geographische, gesellschaftliche, konfessionelle Herkunft, Altersstruktur und Bildungsstand, physische wie psychische Beeinträchtigungen - dargestellt.
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Klappentext zu: Freiräume in der praktischen Lehrerausbildung
Staates und Volkes Wohlfahrt als Bildungsprodukt und in letzter Konsequenz als Ergebnis einer erfolgreichen Lehrerausbildung diese Ansicht war nicht neu, wurde aber zum Ende der 1880er Jahre nachdrücklich wie nie zuvor geäussert und eingefordert. Der Ausbildungsstand des Lehrpersonals bestimmte und bestimmt nach einhelliger Meinung die Qualität des Schulwesens und nicht zuletzt den Erfolg des Systems, den des Bildungswesens wie des Staates. Die praktische Lehrerausbildung, ein staatliches Terrain wie die Schule selbst, war in der Tat seit 1826 nicht weiterentwickelt worden; seit dieser Zeit bestand das Probejahr, das einen Mindeststandard sichern sollte der Reformbedarf war demnach durchaus vorhanden. Gustav von Gossler, Kultusminister des bedeutendsten Bundeslandes Preussen, hatte sich parallel zu den Reformvorschlägen der Zeitgenossen schon lange Jahre für die Verbesserung der seit Jahrzehnten nicht modifizierten praktischen Lehrerausbildung engagiert und setzte im März 1890 eineReform ins Werk, deren Ergebnis noch immer die strukturelle Grundlage des heutigen praktischen Vorbereitungsdienstes darstellt. Die Untersuchung dieses Vorgangs, der Implementierung der "Ordnung der praktischen Ausbildung für das Lehramt an höheren Schulen" am Beispiel der preussischen Rheinprovinz, ist Inhalt der Arbeit. In diesem Zusammenhang beleuchtet die Autorin den historischen Weg zur ministeriellen Reform, die Umsetzung durch die provinziellen Vertreter des preussischen Kultusministers und der Provinzial-Schulräte in den Provinzial-Schul-Kollegien. Auch die Kandidaten, die angehenden Lehrer, werden in Bezug auf die an sie gestellten unterrichtlichen wie ausserunterrichtlichen Anforderungen in den Blick genommen. Darüber hinaus werden die individuellen Ausbildungsvoraussetzungen geographische, gesellschaftliche, konfessionelle Herkunft, Altersstruktur und Bildungsstand, physische wie psychische Beeinträchtigungen dargestellt.
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