Ägypten und Anatolien
Politische, kulturelle und sprachliche Kontakte zwischen dem Niltal und Kleinasien im 2. Jahrtausend v. Chr.
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Ägypten und Anatolien ist eine Geschichte der Kontakte zwischen dem pharaonischen Ägypten und der hethitisch-luwischen Welt. Dargestellt wird der ägyptisch-anatolische Kulturkontakt zur gesamten Zeit der Herausbildung und Existenz... mehr
2011, 633 Seiten, mit zahlreichen Schwarz-Weiss-Abbildungen, Masse: 24 x 30,9 cm, Kartoniert (TB), Deutsch
Verlag der Österreich. Akademie der Wissenschaften
ISBN-10: 3700165935
ISBN-13: 9783700165934
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ISBN-10: 3700165935ISBN-13: 9783700165934
Produkt-Beschreibung zu: Ägypten und Anatolien
Ägypten und Anatolien ist eine Geschichte der Kontakte zwischen dem pharaonischen Ägypten und der hethitisch-luwischen Welt. Dargestellt wird der ägyptisch-anatolische Kulturkontakt zur gesamten Zeit der Herausbildung und Existenz einer hethitischen Grossmacht im Vorderen Orient. Damit schliesst diese Monographie eine grosse Lücke in der Erforschung der Beziehungen Ägyptens zu seinen Nachbarn. Erstmals wird hier der Kontakt zwischen zwei antiken Kulturen nicht nur umfassend dargestellt und analysiert, sondern auch an einen modernen kulturwissenschaftlichen Diskurs angeschlossen. Daher steht neben den politischen Beziehungen vor allem der kulturelle Austausch im Vordergrund, die gegenseitige Wahrnehmung der Akteure auf beiden Seiten sowie die Wechselwirkungen in den Bereichen Religion und Brauchtum, Ökonomie und Technologie, Kunst und Ikonographie, Schrift und Sprache. Die Darstellung ist hierbei gekennzeichnet durch die Verknüpfung von kulturgeschichtlichen wie archäologischen, von philologischen wie linguistischen Befunden, sowohl aus den Kerngebieten der beiden Kulturen als auch aus der levantinischen Kontaktzone. Dabei werden ägyptische und hethitische Quellen genauso berücksichtigt wie solche in akkadischer, ugaritischer und luwischer Sprache bzw. Schrift.
Insgesamt kann gezeigt werden, dass die politischen Beziehungen zwischen dem Niltal und Kleinasien nicht erst in der Amarnazeit begannen, sondern sich in der Thutmosidenzeit etablierten und sogar bis ins Mittlere Reich zurückreichten. Es konnten sogar ägyptische Transkriptionen anatolischen Sprachmaterials vor ihrer bislang frühesten Nebenüberlieferung in altassyrischen Texten aufgedeckt werden. Durch die Zusammenstellung und Analyse aller bis dato bekannten hethitischen und luwischen Orts- und Personennamen in ägyptischen Quellen wurde eine Basis geschaffen für die Suche nach anatolischen Fremd- und Lehnwörtern im Ägyptischen. Für mehrere Dutzend Lexeme kann dann auch eine anatolische Etymologie etabliert werden. Hinzu kommen stilistische Konvergenzen und die Kontakte auf der Schriftebene wie etwa die Übernahme der hethitischen Keilschrift in Ägypten. Unter anderem behandelt wird in diesem Zusammenhang auch die Frage, ob die ägyptischen Hieroglyphen den Impetus zur Entwicklung des Hieroglyphen-Luwische gaben. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Verknüpfung der Chronologien beider Kulturen, Stichwort: Dahamunzu-Affäre. Diese Episode der altorientalischen Geschichte kann durch kritische Untersuchung des Königsnamens Nibhururija (= Tutamchamun) erstmals mit Sicherheit datiert werden. Ferner wird sie durch die Entdeckung eines ägyptischen Fremdwortes in der entsprechenden Passage der »Mannestaten Suppiluliumas« und eines hethitischen Fremdwortes im Grabschatz des Tutanchamun in einen weiteren historischen Kontext gesetzt werden. Die diplomatischen Beziehungen in der Ramessidenzeit werden ausführlich beleuchtet und auch hier wird Neues aufgezeigt, so eine Schreibung des Königsnamens Hattusili mit Hilfe eines ägyptischen Rebus oder eine Behandlung zweier neu gefundener Goldbecherfragmente mit ägyptisch-keilschriftlicher Biskriptur.
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Klappentext zu: Ägypten und Anatolien
Ägypten und Anatolien ist eine Geschichte der Kontakte zwischen dem pharaonischen Ägypten und der hethitisch-luwischen Welt. Dargestellt wird der ägyptisch-anatolische Kulturkontakt zur gesamten Zeit der Herausbildung und Existenz einer hethitischen Grossmacht im Vorderen Orient. Damit schliesst diese Monographie eine grosse Lücke in der Erforschung der Beziehungen Ägyptens zu seinen Nachbarn. Erstmals wird hier der Kontakt zwischen zwei antiken Kulturen nicht nur umfassend dargestellt und analysiert, sondern auch an einen modernen kulturwissenschaftlichen Diskurs angeschlossen. Daher steht neben den politischen Beziehungen vor allem der kulturelle Austausch im Vordergrund, die gegenseitige Wahrnehmung der Akteure auf beiden Seiten sowie die Wechselwirkungen in den Bereichen Religion und Brauchtum, Ökonomie und Technologie, Kunst und Ikonographie, Schrift und Sprache. Die Darstellung ist hierbei gekennzeichnet durch die Verknüpfung von kulturgeschichtlichen wie archäologischen, von philologischen wie linguistischen Befunden, sowohl aus den Kerngebieten der beiden Kulturen als auch aus der levantinischen Kontaktzone. Dabei werden ägyptische und hethitische Quellen genauso berücksichtigt wie solche in akkadischer, ugaritischer und luwischer Sprache bzw. Schrift.
Insgesamt kann gezeigt werden, dass die politischen Beziehungen zwischen dem Niltal und Kleinasien nicht erst in der Amarnazeit begannen, sondern sich in der Thutmosidenzeit etablierten und sogar bis ins Mittlere Reich zurückreichten. Es konnten sogar ägyptische Transkriptionen anatolischen Sprachmaterials vor ihrer bislang frühesten Nebenüberlieferung in altassyrischen Texten aufgedeckt werden. Durch die Zusammenstellung und Analyse aller bis dato bekannten hethitischen und luwischen Orts- und Personennamen in ägyptischen Quellen wurde eine Basis geschaffen für die Suche nach anatolischen Fremd- und Lehnwörtern im Ägyptischen. Für mehrere Dutzend Lexeme kann dann auch eine anatolische Etymologie etabliert werden. Hinzu kommen stilistische Konvergenzen und die Kontakte auf der Schriftebene wie etwa die Übernahme der hethitischen Keilschrift in Ägypten. Unter anderem behandelt wird in diesem Zusammenhang auch die Frage, ob die ägyptischen Hieroglyphen den Impetus zur Entwicklung des Hieroglyphen-Luwische gaben. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Verknüpfung der Chronologien beider Kulturen, Stichwort: Dahamunzu-Affäre. Diese Episode der altorientalischen Geschichte kann durch kritische Untersuchung des Königsnamens Nibhururija (= Tutamchamun) erstmals mit Sicherheit datiert werden. Ferner wird sie durch die Entdeckung eines ägyptischen Fremdwortes in der entsprechenden Passage der "Mannestaten Suppiluliumas" und eines hethitischen Fremdwortes im Grabschatz des Tutanchamun in einen weiteren historischen Kontext gesetzt werden. Die diplomatischen Beziehungen in der Ramessidenzeit werden ausführlich beleuchtet und auch hier wird Neues aufgezeigt, so eine Schreibung des Königsnamens Hattusili mit Hilfe eines ägyptischen Rebus oder eine Behandlung zweier neu gefundener Goldbecherfragmente mit ägyptisch-keilschriftlicher Biskriptur.
Insgesamt kann gezeigt werden, dass die politischen Beziehungen zwischen dem Niltal und Kleinasien nicht erst in der Amarnazeit begannen, sondern sich in der Thutmosidenzeit etablierten und sogar bis ins Mittlere Reich zurückreichten. Es konnten sogar ägyptische Transkriptionen anatolischen Sprachmaterials vor ihrer bislang frühesten Nebenüberlieferung in altassyrischen Texten aufgedeckt werden. Durch die Zusammenstellung und Analyse aller bis dato bekannten hethitischen und luwischen Orts- und Personennamen in ägyptischen Quellen wurde eine Basis geschaffen für die Suche nach anatolischen Fremd- und Lehnwörtern im Ägyptischen. Für mehrere Dutzend Lexeme kann dann auch eine anatolische Etymologie etabliert werden. Hinzu kommen stilistische Konvergenzen und die Kontakte auf der Schriftebene wie etwa die Übernahme der hethitischen Keilschrift in Ägypten. Unter anderem behandelt wird in diesem Zusammenhang auch die Frage, ob die ägyptischen Hieroglyphen den Impetus zur Entwicklung des Hieroglyphen-Luwische gaben. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Verknüpfung der Chronologien beider Kulturen, Stichwort: Dahamunzu-Affäre. Diese Episode der altorientalischen Geschichte kann durch kritische Untersuchung des Königsnamens Nibhururija (= Tutamchamun) erstmals mit Sicherheit datiert werden. Ferner wird sie durch die Entdeckung eines ägyptischen Fremdwortes in der entsprechenden Passage der "Mannestaten Suppiluliumas" und eines hethitischen Fremdwortes im Grabschatz des Tutanchamun in einen weiteren historischen Kontext gesetzt werden. Die diplomatischen Beziehungen in der Ramessidenzeit werden ausführlich beleuchtet und auch hier wird Neues aufgezeigt, so eine Schreibung des Königsnamens Hattusili mit Hilfe eines ägyptischen Rebus oder eine Behandlung zweier neu gefundener Goldbecherfragmente mit ägyptisch-keilschriftlicher Biskriptur.
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