Die statistische Transformation der Erfahrung
Beiträge zur Geschichte des Evidenzdenkens in der Medizin
Evidenzbasierte Medizin zielt auf die Heranziehung des besten verfügbaren Wissens für medizinische Entscheidungen. Dieser Ansatz ist ein integraler Bestandteil der modernen Medizin und er erscheint aus unserer gegenwärtigen Perspektive oft als... mehr
2012, 200 Seiten, Masse: 15,1 x 21,2 cm, Kartoniert (TB), Deutsch
Herausgegeben von Moser, Gabriele; Stöckel, Sigrid; Kuhn, Josef
CENTAURUS
ISBN-10: 3862260410
ISBN-13: 9783862260416
Herausgegeben von Moser, Gabriele; Stöckel, Sigrid; Kuhn, Josef
CENTAURUS
ISBN-10: 3862260410ISBN-13: 9783862260416
Produkt-Beschreibung zu: Die statistische Transformation der Erfahrung
Evidenzbasierte Medizin zielt auf die Heranziehung des besten verfügbaren Wissens für medizinische Entscheidungen. Dieser Ansatz ist ein integraler Bestandteil der modernen Medizin und er erscheint aus unserer gegenwärtigen Perspektive oft als selbstverständlich. Aus medizinhistorischer Sicht ist jedoch festzuhalten, dass Evidenz in Zahlen als Entscheidungskriterium in der Medizin für die diagnostische Bewertung wie für das therapeutische Handeln erst über eine relativ kurze Geschichte verfügt.
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Klappentext zu: Die statistische Transformation der Erfahrung
Einer Legende zufolge konnte der Mund der Wahrheit eine unwahre Äusserung zweifelsfrei erkennen und er bestrafte den einer Lüge überführten Redner mit dem Verlust einer Hand. Bei der Beurteilung medizinischer Fragen spricht der Mund der Wahrheit heute - nicht immer in antiker Klarheit - mit der Stimme der evidenzbasierten Medizin. Das ist neu, denn durch Jahrhunderte hindurch basierte die heilkünstlerische Tätigkeit des Medicus ausschliesslich auf individuell und persönlich erworbenem Erfahrungswissen oder aus Buchwissen aus antiken Schriften. Objektivität, Quantifizierung und Evidenz in Zahlen als neu hinzugekommenes Bewertungs- und Entscheidungskriterium in der Medizin verfügen erst über eine kurze, aber konfliktreiche Geschichte.
Die Beiträge dieses Bandes widmen sich sowohl aus historischer wie aus zeitgenössischer Perspektive zentralen Aspekten des Evidenzdenkens in der Medizin. Die historischen Themen reichen von homöopathischen Versuchen über die Heilkraft der Natur über diewissenschaftliche Theoriebildung zur Krebserzeugung durch Summationsgifte und Hormongaben. bis zur Festlegung von Grenzwerten in der Berufskrebsforschung. Parallel hierzu werden aktuelle Fragen der Einflussnahme der Industrie auf den Forschungsprozess und die Veröffentlichung von kritischen (Studien-) Ergebnissen sowie das grundsätzliche Problem der Strittigkeit von Evidenz in Interessenkonflikten diskutiert.
Die Beiträge dieses Bandes widmen sich sowohl aus historischer wie aus zeitgenössischer Perspektive zentralen Aspekten des Evidenzdenkens in der Medizin. Die historischen Themen reichen von homöopathischen Versuchen über die Heilkraft der Natur über diewissenschaftliche Theoriebildung zur Krebserzeugung durch Summationsgifte und Hormongaben. bis zur Festlegung von Grenzwerten in der Berufskrebsforschung. Parallel hierzu werden aktuelle Fragen der Einflussnahme der Industrie auf den Forschungsprozess und die Veröffentlichung von kritischen (Studien-) Ergebnissen sowie das grundsätzliche Problem der Strittigkeit von Evidenz in Interessenkonflikten diskutiert.
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