Dojczland, Andrzej Stasiuk, Unterhaltungsroman
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Dojczland

Ein Reisebericht

»Man muss in Tulcea gewesen sein, um den Anblick von Frankfurt am Main bewältigen zu können. Man muss einen Abdruck der rumänischen Steppe im Herzen tragen, um da heil rauszukommen.« Der Erzähler des Bestsellers... mehr

2012, 92 Seiten, Masse: 11,8 x 18,9 cm, Taschenbuch, Deutsch
Übersetzung: Kühl, Olaf Suhrkamp ISBN-10: 3518463160
ISBN-13: 9783518463161
 

Produkt-Beschreibung zu: Dojczland

»Man muss in Tulcea gewesen sein, um den Anblick von Frankfurt am Main bewältigen zu können. Man muss einen Abdruck der rumänischen Steppe im Herzen tragen, um da heil rauszukommen.« Der Erzähler des Bestsellers »Dojczland«, ein literarischer Gastarbeiter auf Lesereise kreuz und quer durch die Bundesrepublik, verbirgt nicht, dass er lieber auf dem Bukarester Gara de Nord als am Stuttgarter Hauptbahnhof angekommen wäre. Warum fühlt er sich so unbehaglich? Warum wird er die Ängste nicht los? Und warum rührt ihn der deutsche Papst, der in Auschwitz niederkniet? Nach Deutschland fahren, das ist Psychoanalyse! So selbstironisch spielt Stasiuk mit Ängsten, Vorurteilen und Klischees, den eigenen, den fremden, dass ihn ein polnisches Skandalmagazin als bezahlten Einflussagenten Berlins anprangerte.
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Klappentext zu: Dojczland

"Man muss in Tulcea gewesen sein, um den Anblick von Frankfurt am Main bewältigen zu können. Man muss einen Abdruck der rumänischen Steppe im Herzen tragen, um da heil rauszukommen." Der Erzähler des Bestsellers "Dojczland", ein literarischer Gastarbeiter auf Lesereise kreuz und quer durch die Bundesrepublik, verbirgt nicht, dass er lieber auf dem Bukarester Gara de Nord als am Stuttgarter Hauptbahnhof angekommen wäre. Warum fühlt er sich so unbehaglich? Warum wird er die Ängste nicht los? Und warum rührt ihn der deutsche Papst, der in Auschwitz niederkniet?
Nach Deutschland fahren, das ist Psychoanalyse! So selbstironisch spielt Stasiuk mit Ängsten, Vorurteilen und Klischees, den eigenen, den fremden, dass ihn ein polnisches Skandalmagazin als bezahlten Einflussagenten Berlins anprangerte.

Rezension zu: Dojczland

"Stasiuks Tramp, der Deutschland gewissermassen von den Bahnhofstoiletten her aufrollt, ist eine der doppelbödigsten Figuren, die das deutsch-polnische Drama in den vergangenen Jahren hervorgebracht hat. Nicht dass Stasiuk hier ein abschliessendes Porträt des Polen in seinem Verhältnis zu Deutschland geliefert hätte; so ein abschliessendes Porträt gibt es nicht. Er hat aber mit seinem dichtenden Landstreicher eine der ungezählten Schutzmasken beschrieben, die viele Polen bis heute brauchen, wenn sie Deutschland ertragen wollen." Konrad Schuller Frankfurter Allgemeine Zeitung, Literaturbeilage

Autoren-Porträt von Andrzej Stasiuk:

Andrzej Stasiuk, der in Polen als wichtigster jüngerer Gegenwartsautor gilt, wurde 1960 in Warschau geboren, debütierte 1992 mit dem Erzählband "Mury Hebronu" (Die Mauer von Hebron) , in dem er über seine Gewalterfahrung im Gefängnis schreibt. Stasiuk wurde 1980 zur Armee eingezogen, desertierte nach neun Monaten und verbüsste seine Strafe in Militär- und Zivilgefängnissen. 1986 zog er nach Czarne, ein Bergdorf in den Beskiden.
Er ist freier Mitarbeiter bei der Zeitschrift "Czas Kultury"
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