Dreckskerl, Wojciech Kuczok, Weltliteratur & Klassiker
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Dreckskerl

Eine Antibiographie

Das Haus der Familie K. hat die deutsche Besatzung überstanden und blieb von Bomben verschont, muss aber nach Kriegsende mit einem proletarischen Ehepaar geteilt werden. Der »alte K.«, ein gescheiterter Künstler, sieht sich in der... mehr

2012, 173 Seiten, Masse: 12,1 x 19 cm, Taschenbuch, Deutsch
Übersetzung: Leupold, Gabriele; Stroinska, Dorota Suhrkamp ISBN-10: 3518463144
ISBN-13: 9783518463147
 

Produkt-Beschreibung zu: Dreckskerl

Das Haus der Familie K. hat die deutsche Besatzung überstanden und blieb von Bomben verschont, muss aber nach Kriegsende mit einem proletarischen Ehepaar geteilt werden. Der »alte K.«, ein gescheiterter Künstler, sieht sich in der Umgebung von Bergleuten, in Schmutz, Gestank und Verwahrlosung seiner Lebenschancen beraubt und tobt seine Frustration an seinem Sohn, dem »Dreckskerl«, aus - bis dieser zum Gegenschlag ausholt. »Dreckskerl« erzählt von dramatischen Wendungen der deutschen und polnischen Geschichte im 20. Jahrhundert, deren Gewalt sich im Leben der Familie K. fortsetzt. Mit dieser »Antibiographie«, einer nachtschwarzen Variante des Bildungsromans, hat der junge Autor, ähnlich wie einst Thomas Bernhard, eine geheiligte Institution seiner Gesellschaft ins Mark getroffen. »Dreckskerl« gehört bereits heute zum Kanon der polnischen Gegenwartsliteratur.
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Klappentext zu: Dreckskerl

Das Haus der Familie K. hat die deutsche Besatzung überstanden und blieb von Bomben verschont, muss aber nach Kriegsende mit einem proletarischen Ehepaar geteilt werden. Der "alte K.", ein gescheiterter Künstler, sieht sich in der Umgebung von Bergleuten, in Schmutz, Gestank und Verwahrlosung seiner Lebenschancen beraubt und tobt seine Frustration an seinem Sohn, dem "Dreckskerl", aus - bis dieser zum Gegenschlag ausholt.
"Dreckskerl" erzählt von dramatischen Wendungen der deutschen und polnischen Geschichte im 20. Jahrhundert, deren Gewalt sich im Leben der Familie K. fortsetzt. Mit dieser "Antibiographie", einer nachtschwarzen Variante des Bildungsromans, hat der junge Autor, ähnlich wie einst Thomas Bernhard, eine geheiligte Institution seiner Gesellschaft ins Mark getroffen. "Dreckskerl" gehört bereits heute zum Kanon der polnischen Gegenwartsliteratur.

Rezension zu: Dreckskerl

»Kuczoks Genie besteht darin, die Klaustrophobie einer ganzen Epoche im Mikrokosmoseiner Familie präzise zu treffen - mit einem Erzählreigen, der sich jenseits der grossen Politik und Geschichte bewegt. Das Debakel und die Tragödie des polnischen 20. Jahrhunderts ist dem Roman als Subtext eingeschrieben. Was sich dem Nukleus des Privaten austobt, ist die Gewalt, die Polen von aussen auferlegt wurde und im Innern als Repression und Opportunismus, Angst und Apathie regiert. Kein Zweifel: Von Wojciech Kuczok wird noch viel zu hören und zu reden sein.«

Autoren-Porträt von Wojciech Kuczok:

Wojciech Kuczok, 1972 in Chorzów/Oberschlesien geboren, debütierte 1996 als Lyriker, er arbeitete als Journalist, Filmkritiker und Drehbuchautor. Bekannt wurde er mit seinen Erzählungen und seinem Roman Dreckskerl , für den er 2004 den wichtigsten polnischen Literaturpreis, den NIKE, erhielt. Die Verfilmung des Textes nach einem Drehbuch des Autors gewann 2004 auf dem Filmfestival in Gdynia den Hauptpreis. Das Buch wurde in fünfzehn Sprachen übersetzt.
Der Autor lebt in Chorzów.Gabriele
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