Neuland! war das Zauberwort, Frank Trende, 20. Jahrhundert
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Neuland! war das Zauberwort

Neue Deiche in Hitlers Namen

Das Buch ist die längst fällige Auseinandersetzung mit einem wichtigen zeithistorischen Ereignis in Schleswig-Holstein. Es zeigt, mit welchen Methoden die Nationalsozialisten Landgewinnung und Siedlungsbau zu Instrumenten der Verführung... mehr

2011, 232 Seiten, teilweise farbige Abbildungen, Masse: 24 x 29,7 cm, Gebunden, Deutsch Boyens Buchverlag ISBN-10: 3804213405
ISBN-13: 9783804213401
 

Produkt-Beschreibung zu: Neuland! war das Zauberwort

Das Buch ist die längst fällige Auseinandersetzung mit einem wichtigen zeithistorischen Ereignis in Schleswig-Holstein. Es zeigt, mit welchen Methoden die Nationalsozialisten Landgewinnung und Siedlungsbau zu Instrumenten der Verführung machten. Deichreif war das Land auf der schleswig-holsteinischen Seite der Elbmündung schon lange. Als ab 1933 die Nationalsozialisten regierten, realisierten sie mit dem Adolf-Hitler-Koog, dem heutigen Dieksanderkoog, ein Landgewinnungsvorhaben, das zu einem propagandistischen Vorzeigeobjekt allerersten Ranges wurde: Der Reichsarbeitsdienst kam zum Einsatz, der Ort wurde auf dem Reissbrett entworfen, es sollte eine Volksgemeinschaft aus Bauern, Handwerkern und Arbeitern im nationalsozialistischen Sinn konstruiert werden. Als zentrales Gebäude entstand die Neulandhalle - topographisch herausragend, künstlerisch aufwändig ausgestattet und ideologisch aufgeladen. Höhepunkt der propagandistischen Inszenierung der Neulandgewinnung war der Besuch Adolf Hitlers im Jahr 1935. Der neue Koog war Auftakt zu einem Plan des Gauleiters Hinrich Lohse, der in zehn Jahren 11.000 Hektar Neuland in Schleswig-Holstein schaffen sollte. Die Bedeutung der ersten Landgewinnungsmassnahme reichte damit weit über Dithmarschen hinaus. Namhafte Persönlichkeiten des kulturellen Lebens der Zeit waren an der Verwirklichung beteiligt: Der neu angelegte Ort und sein Erscheinungsbild wurden durch den bekannten Architekten Ernst Prinz geprägt, der Altonaer Künstler Otto Thämer gestaltete monumentale Fresken in der Neulandhalle, der Schriftsteller Gustav Frenssen rührte die Werbetrommel für die ideologisierte Landgewinnung. Mit modernen Kommunikationsmitteln der Zeit, Bildreportagen, Filmen und Rundfunksendungen, wurden der Adolf-Hitler-Koog und seine Besiedlung reichsweit bekannt gemacht und zum Ziel eines nationalsozialistischen Propaganda-Tourismus. Die friedliche Lebensraumgewinnung , die Neubildung deutschen Bauerntums und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit wurden miteinander verknüpft, die Blut-und-Boden-Ideologie nahm Gestalt an und wurde zu Werbezwecken vorzeigbar gemacht.
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Autoren-Porträt von Frank Trende:

Frank Trende, geboren 1963 in Dithmarschen, Studium an der Niedersächsischen Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege, Zweiter Vorsitzender des Vereins für Dithmarscher Landeskunde. Seit 1995 Redaktionsleiter der Zeitschrift "Dithmarschen". Zahlreiche Veröffentlichungen zur Kulturgeschichte Schleswig-Holsteins im 19. und 20. Jahrhundert.

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