Die Lust am Genre, Theater & Film
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Die Lust am Genre

Verbrechergeschichten aus Deutschland

Gangster, kriminelle Banden, Polizisten, Detektive - diese Figuren waren lange Zeit nur selten im deutschen Kino zu sehen. Gehörten in den 1960er Jahren Thriller und Kriminalfilme noch zum Standardrepertoire der deutschen Filmproduktion, so... mehr

2011, 223 Seiten, 120 Schwarz-Weiss-Abbildungen, Masse: 15,4 x 23,2 cm, Kartoniert (TB), Deutsch
Hrsg. v. Rainer Rother u. Julia Pattis Bertz + Fischer ISBN-10: 3865052118
ISBN-13: 9783865052117
 

Produkt-Beschreibung zu: Die Lust am Genre

Gangster, kriminelle Banden, Polizisten, Detektive - diese Figuren waren lange Zeit nur selten im deutschen Kino zu sehen. Gehörten in den 1960er Jahren Thriller und Kriminalfilme noch zum Standardrepertoire der deutschen Filmproduktion, so trat mit der Etablierung des Fernsehens als Alltagsmedium der Aspekt serieller Massenproduktion für den Kinofilm zurück. Das Fernsehen wurde Rückzugsort des Genres, im Kino wurden Autoren gefeiert - entsprechend dem gängigen Verständnis von Genre- und Autorenfilm. Heute steht der Begriff "Genre" nicht mehr nur für serielle Massenprodukte der Filmindustrie, sondern beschreibt auch einen Trend, die konventionalisierten Muster und Motive des Genre-Kinos als Grundlage für kreative Filmprojekte zu nutzen - eine Entwicklung, die sich in den letzten Jahren auch in Deutschland beobachten lässt: Autorenfilmer eignen sich klassische Motive des Thrillers an und setzen diese in ungewöhnlichen Produktionen um. Genre-Regeln legen hier nicht konventionalisierte Narration oder schematisierte Figuren fest - sie bieten vielmehr den Ausgangspunkt für variable und kreative Auseinandersetzung mit filmischen Mustern und Mythen. Film- und Medienwissenschaftler untersuchen in diesem Band die Geschichte des Thrillers in Deutschland, analysieren die Wechselbeziehung von Autorenschaft und Genreverpflichtung und verorten die aktuellen Tendenzen zum Genrefilm in einem historischen Rahmen. Fallbeispiele ergänzen diese Ausführungen und vertiefen den Blick auf deutsche Gegenwartsproduktionen.
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Klappentext zu: Die Lust am Genre

Gangster, kriminelle Banden, Polizisten, Detektive - diese Figuren waren lange Zeit nur selten im deutschen Kino zu sehen. Gehörten in den 1960er Jahren Thriller und Kriminalfilme noch zum Standardrepertoire der deutschen Filmproduktion, so trat mit der Etablierung des Fernsehens als Alltagsmedium der Aspekt serieller Massenproduktion für den Kinofilm zurück. Das Fernsehen wurde Rückzugsort des Genres, im Kino wurden Autoren gefeiert - entsprechend dem gängigen Verständnis von Genre- und Autorenfilm.
Heute steht der Begriff "Genre" nicht mehr nur für serielle Massenprodukte der Filmindustrie, sondern beschreibt auch einen Trend, die konventionalisierten Muster und Motive des Genre-Kinos als Grundlage für kreative Filmprojekte zu nutzen - eine Entwicklung, die sich in den letzten Jahren auch in Deutschland beobachten lässt: Autorenfilmer eignen sich klassische Motive des Thrillers an und setzen diese in ungewöhnlichen Produktionen um. Genre-Regeln legen hier nicht konventionalisierte Narration oder schematisierte Figuren fest - sie bieten vielmehr den Ausgangspunkt für variable und kreative Auseinandersetzung mit filmischen Mustern und Mythen.
Film- und Medienwissenschaftler untersuchen in diesem Band die Geschichte des Thrillers in Deutschland, analysieren die Wechselbeziehung von Autorenschaft und Genreverpflichtung und verorten die aktuellen Tendenzen zum Genrefilm in einem historischen Rahmen. Fallbeispiele ergänzen diese Ausführungen und vertiefen den Blick auf deutsche Gegenwartsproduktionen.

Autoren-Porträt

Dr. Rainer Rother, 1956 geboren, ist seit 2006 Künstlerischer Direktor der Deutschen Kinemathek Museum für Film- und Fernsehen in Berlin. Er ist Mitglied der Auswahlkommission für den Wettbewerb der Berlinale und Leiter der Retrospektive der Internationalen Filmfestspiele Berlin.

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