Salon Deutschland. Geist und Macht 1900-1945, Wolfgang Martynkewicz, 20. Jahrhundert
Google Book Preview

Salon Deutschland. Geist und Macht 1900-1945

Wie Geist und Macht Komplizen wurden. Ein provokantes Kapitel deutscher Geschichte

Ein Salon schreibt Geschichte Über vierzig Jahre, von 1898 bis 1941, war das Haus des Münchner Verlegerehepaars Hugo und Elsa Bruckmann ein Treffpunkt der grossen Geister, der Künstler, Literaten, Musiker und Gelehrten.... mehr

2011, 624 Seiten, 29 Schwarz-Weiss-Abbildungen, Masse: 14,1 x 20,8 cm, Taschenbuch, Deutsch Aufbau TB ISBN-10: 3746670918
ISBN-13: 9783746670911
 

Produkt-Beschreibung zu: Salon Deutschland. Geist und Macht 1900-1945

Ein Salon schreibt Geschichte Über vierzig Jahre, von 1898 bis 1941, war das Haus des Münchner Verlegerehepaars Hugo und Elsa Bruckmann ein Treffpunkt der grossen Geister, der Künstler, Literaten, Musiker und Gelehrten. Mit dem Auftritt Adolf Hitlers wurde der Salon zum Schauplatz, an dem das Unvereinbare zusammenkam: eine hochgeistige und kunstsinnige Elite und die radikale Rechte. Gestützt auf zahllose Dokumente erzählt Wolfgang Martynkewicz ein provokantes Kapitel deutscher Geschichte, das geradewegs in die Abgründe und Katastrophen des 20. Jahrhunderts führt und zu dem Experimentierfeld zurückkehrt, das die Moderne zuallererst war. Man dachte gross von der Kunst und der Literatur im Haus des Verlegerehepaars Hugo und Elsa Bruckmann. Man glaubte an die kultivierende Kraft, die das Leben umgestaltet, reinigt und erneuert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam ein elitärer Kreis von Künstlern und Literaten zusammen, eine sich unpolitisch verstehende Opposition, die ein gemeinsames Gefühl einte - das Unbehagen an der Moderne. Im Salon Bruckmann rezitierten Rainer Maria Rilke, Hugo von Hofmannsthal und Stefan George ihre Gedichte, der Gelehrte Norbert von Hellingrath dozierte über die Lyrik Hölderlins, der Münchner Jugendstilarchitekt Richard Riemerschmid forderte eine Gesellschaft des "guten Geschmacks", der Kulturphilosoph Rudolf Kassner sprach von menschlicher Grösse, die nur dann zur Wahrheit komme, wenn sie sich über das "Vulgäre, Willkürliche und Mittelmässige" erhebe, Harry Graf Kessler erzählte von Paul Gauguin, Pierre Bonnard und dem Bildhauer Maillol, und auch Thomas Mann schaute gelegentlich vorbei. Im Mittelpunkt der Geselligkeiten standen die Charismatiker, die Visionäre und Geistesaristokraten. Nach dem Ersten Weltkrieg machte der Salon eine bemerkenswerte Entwicklung durch: Das Verhältnis zur Macht veränderte sich. Im Dezember 1924 trat erstmals Adolf Hitler im Salon auf. Von nun an gehörte er mit Rudolf Hess und Alfred Rosenberg zu den Habitués. War im Hause Bruckmann ein Gesinnungswandel eingetreten? Oder liegen die Gegensätze doch enger beieinander, als es auf den ersten Blick erscheint? »Salon Deutschland zeigt, wie Geist und Macht sich in unheiliger Allianz vereinten.« Spiegel online »Glänzend erzählt.« Frankfurter Rundschau »Eine präzise, stilsichere und differenzierte Darstellung.« F. A. Z.
filialabholungsfähig
Selbst abholen und Porto sparen: Bei diesem Artikel ist eine Lieferung in die Filiale möglich. Filialfinder

Klappentext zu: Salon Deutschland. Geist und Macht 1900-1945

Ein Salon schreibt Geschichte
Über vierzig Jahre, von 1898 bis 1941, war das Haus des Münchner Verlegerehepaars Hugo und Elsa Bruckmann ein Treffpunkt der grossen Geister, der Künstler, Literaten, Musiker und Gelehrten. Mit dem Auftritt Adolf Hitlers wurde der Salon zum Schauplatz, an dem das Unvereinbare zusammenkam: eine hochgeistige und kunstsinnige Elite und die radikale Rechte.
Gestützt auf zahllose Dokumente erzählt Wolfgang Martynkewicz ein provokantes Kapitel deutscher Geschichte, das geradewegs in die Abgründe und Katastrophen des 20. Jahrhunderts führt und zu dem Experimentierfeld zurückkehrt, das die Moderne zuallererst war.
Man dachte gross von der Kunst und der Literatur im Haus des Verlegerehepaars Hugo und Elsa Bruckmann. Man glaubte an die kultivierende Kraft, die das Leben umgestaltet, reinigt und erneuert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam ein elitärer Kreis von Künstlern und Literaten zusammen, eine sich unpolitisch verstehende Opposition, die ein gemeinsames Gefühl einte das Unbehagen an der Moderne. Im Salon Bruckmann rezitierten Rainer Maria Rilke, Hugo von Hofmannsthal und Stefan George ihre Gedichte, der Gelehrte Norbert von Hellingrath dozierte über die Lyrik Hölderlins, der Münchner Jugendstilarchitekt Richard Riemerschmid forderte eine Gesellschaft des guten Geschmacks , der Kulturphilosoph Rudolf Kassner sprach von menschlicher Grösse, die nur dann zur Wahrheit komme, wenn sie sich über das Vulgäre, Willkürliche und Mittelmässige erhebe, Harry Graf Kessler erzählte von Paul Gauguin, Pierre Bonnard und dem Bildhauer Maillol, und auch Thomas Mann schaute gelegentlich vorbei. Im Mittelpunkt der Geselligkeiten standen die Charismatiker, die Visionäre und Geistesaristokraten. Nach dem Ersten Weltkrieg machte der Salon eine bemerkenswerte Entwicklung durch: Das Verhältnis zur Macht veränderte sich. Im Dezember 1924 trat erstmals Adolf Hitler im Salon auf. Von nun an gehörte er mit Rudolf Hess und Alfred Rosenberg zu den Habitués. War imHause Bruckmann ein Gesinnungswandel eingetreten? Oder liegen die Gegensätze doch enger beieinander, als es auf den ersten Blick erscheint?
"Salon Deutschland zeigt, wie Geist und Macht sich in unheiliger Allianz vereinten." Spiegel online
"Glänzend erzählt." Frankfurter Rundschau
"Eine präzise, stilsichere und differenzierte Darstellung." F. A. Z.

Autoren-Porträt von Wolfgang Martynkewicz:

Wolfgang Martynkewicz ist freier Autor und Dozent für Literaturwissenschaft an den Universitäten Bamberg und Bayreuth. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts und zur Psychoanalyse; u. a. über Jane Austen, Edgar Allan Poe, Arno Schmidt, Sabina Spielrein, C. G. Jung, Georg Groddeck.

Wollen Sie über Neuerscheinungen des Autors per E-Mail informiert werden?
Melden Sie sich beim Autorenalarm an.

Weitere Artikel zum Thema:

Das meinen unsere Kunden zu: Salon Deutschland. Geist und Macht 1900-1945

0 Kundenkommentare (noch nicht bewertet)
ausgezeichnet
 ausgezeichnet:
(0)
sehr gut
 sehr gut:
(0)
gut
 gut:
(0)
weniger gut
 weniger gut:
(0)
schlecht
 schlecht:
(0)
Schreiben Sie den ersten Kommentar zu "Salon Deutschland. Geist und Macht 1900-1945" und nutzen Sie die Gewinnchance zum "Kommentar des Monats".
Fr. 24.90
Lieferstatus: sofort lieferbar
Bestellnummer: 29935665
Ihre Vorteile bei weltbild.ch

Zuletzt betrachtet

Hie gut Deutschland alleweg!
Jugendjahre
Jugendjahre
Remo H. Largo, Monika Czernin
Fr. 36.90

Nachtleben
Nachtleben
Mirco Buchwitz
Fr. 25.90

Konz
Konz
Franz Konz
Fr. 14.90

Freunden empfehlen: