Muslime - Märtyrer - Militia Christi

Identität, Feindbild und Fremderfahrung während der ersten Kreuzzüge. Diss.

Der im aktuellen politischen Diskurs vielzitierte "Kampf der Kulturen" zwischen einem westlich-christlichen und einem orientalisch-islamischen Kulturkreis findet seine mittelalterliche Entsprechung im Zeitalter der Kreuzzüge. Die vorliegende... mehr
2011, 306 Seiten, Masse: 15,6 x 23,3 cm, Kartoniert (TB), Deutsch Kohlhammer ISBN-10: 317021893X
ISBN-13: 9783170218932
 

Produkt-Beschreibung zu: Muslime - Märtyrer - Militia Christi

Der im aktuellen politischen Diskurs vielzitierte "Kampf der Kulturen" zwischen einem westlich-christlichen und einem orientalisch-islamischen Kulturkreis findet seine mittelalterliche Entsprechung im Zeitalter der Kreuzzüge. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich im Rahmen eines kulturgeschichtlichen Ansatzes zunächst mit der Frage, wie die Teilnehmer des Ersten und Zweiten Kreuzzugs ihre eigene Rolle als Kreuzfahrer deuteten. Obwohl sich bei ihnen durchaus eine kollektive Identität als Pilgerkrieger Christi feststellen lässt, bildeten die Kreuzheere dennoch weder in politisch-herrschaftlicher, noch in ethnisch-kultureller, oder gar in sozialer Hinsicht eine Einheit. Selbst die verschiedenen Handlungsmotive, die abendländische Christen an einem Kreuzzug teilnehmen liessen und auch während des Unternehmens ihr Verhalten bestimmten, unterstreichen die vorhandene Diversität innerhalb der Grossgruppe der Kreuzfahrer. Daran anschliessend werden die Vorstellungen untersucht, die die Kreuzzugsteilnehmer von ihren andersgläubigen Gegnern hatten. So stilisierten sie - den Vorgaben der Kreuzzugspropaganda folgend - die Muslime pauschal als Feinde Gottes und der Christenheit. Aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen, die die christlichen Gotteskrieger im Orient machten, zeichneten sie darüber hinaus aber auch ein vielschichtiges und realitätsnahes Bild kultureller Alterität.
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Klappentext zu: Muslime - Märtyrer - Militia Christi

Der im aktuellen politischen Diskurs vielzitierte "Kampf der Kulturen" zwischen einem westlich-christlichen und einem orientalisch-islamischen Kulturkreis findet seine mittelalterliche Entsprechung im Zeitalter der Kreuzzüge. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich im Rahmen eines kulturgeschichtlichen Ansatzes zunächst mit der Frage, wie die Teilnehmer des Ersten und Zweiten Kreuzzugs ihre eigene Rolle als Kreuzfahrer deuteten. Obwohl sich bei ihnen durchaus eine kollektive Identität als Pilgerkrieger Christi feststellen lässt, bildeten die Kreuzheere dennoch weder in politisch-herrschaftlicher, noch in ethnisch-kultureller, oder gar in sozialer Hinsicht eine Einheit. Selbst die verschiedenen Handlungsmotive, die abendländische Christen an einem Kreuzzug teilnehmen liessen und auch während des Unternehmens ihr Verhalten bestimmten, unterstreichen die vorhandene Diversität innerhalb der Grossgruppe der Kreuzfahrer.
Daran anschliessend werden die Vorstellungen untersucht, die die Kreuzzugsteilnehmer von ihren andersgläubigen Gegnern hatten. So stilisierten sie - den Vorgaben der Kreuzzugspropaganda folgend - die Muslime pauschal als Feinde Gottes und der Christenheit. Aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen, die die christlichen Gotteskrieger im Orient machten, zeichneten sie darüber hinaus aber auch ein vielschichtiges und realitätsnahes Bild kultureller Alterität.

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