Chruschtschows Westpolitik 1955 bis 1964<br/>Bd.3 Die Kulmination der Berlin-Krise, Zeitgeschichte

Chruschtschows Westpolitik 1955 bis 1964
Bd.3 Die Kulmination der Berlin-Krise

Herbst 1960 bis Herbst 1962

Die hier erstmals veröffentlichten geheimen Gespräche, Beratungen und Notizen Chruschtschows dokumentieren die dramatischen Monate der Kulmination der Berlin-Krise. Chruschtschow erweist sich als ein von persönlichen Vorstellungen und starken... mehr

2011, 672 Seiten, Masse: 16,9 x 24,6 cm, Leinen, Deutsch OLDENBOURG ISBN-10: 348670415X
ISBN-13: 9783486704150
 

Produkt-Beschreibung zu: Chruschtschows Westpolitik 1955 bis 1964
Bd.3 Die Kulmination der Berlin-Krise

Die hier erstmals veröffentlichten geheimen Gespräche, Beratungen und Notizen Chruschtschows dokumentieren die dramatischen Monate der Kulmination der Berlin-Krise. Chruschtschow erweist sich als ein von persönlichen Vorstellungen und starken Emotionen bestimmter Politiker, der die Westmächte aus der Stadt zu vertreiben versuchte, um sowohl das von Massenflucht bedrohte SED-Regime zu stabilisieren als auch den Zusammenhalt der NATO zu erschüttern. Die akute Sorge, dass die DDR schon vorher zusammenbrechen könnte, bewog ihn aber zunächst zur eiligen Abriegelung West-Berlins. Die Erwartung, diese Massnahme wieder zurücknehmen zu können, weil er, wie vorgesehen, die Stadt in seine Hand bekommen würde, erfüllte sich nicht. Da sich weder die USA einschüchtern liessen, noch die DDR einem westdeutschen Embargo standzuhalten vermochte, wagte Chruschtschow die Konfrontation nicht. Auch mit seinem Kalkül von Mitte 1962, die Amerikaner durch die Stationierung seiner Raketen auf Kuba zum Nachgeben zu zwingen, hatte er keinen Erfolg, als er sich in der Krise Ende Oktober zu deren Abzug veranlasst sah.hruschtschows dokumentieren die dramatischen Monate der Kulmination der Berlin-Krise. Chruschtschow erweist sich als ein von persönlichen Vorstellungen und starken Emotionen bestimmter Politiker, der die Westmächte aus der Stadt zu vertreiben versuchte, um sowohl das von Massenflucht bedrohte SED-Regime zu stabilisieren als auch den Zusammenhalt der NATO zu erschüttern. Die akute Sorge, dass die DDR schon vorher zusammenbrechen könnte, bewog ihn aber zunächst zur eiligen Abriegelung West-Berlins. Die Erwartung, diese Massnahme wieder zurücknehmen zu können, weil er, wie vorgesehen, die Stadt in seine Hand bekommen würde, erfüllte sich nicht. Da sich weder die USA einschüchtern liessen, noch die DDR einem westdeutschen Embargo standzuhalten vermochte, wagte Chruschtschow die Konfrontation nicht. Auch mit seinem Kalkül von Mitte 1962, die Amerikaner durch die Stationierung seiner Raketen auf Kuba zum Nachgeben zu zwingen, hatte er kein
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Klappentext zu: Chruschtschows Westpolitik 1955 bis 1964
Bd.3 Die Kulmination der Berlin-Krise

Die hier erstmals veröffentlichten geheimen Gespräche, Beratungen und Notizen Chruschtschows dokumentieren die dramatischen Monate der Kulmination der Berlin-Krise. Chruschtschow erweist sich als ein von persönlichen Vorstellungen und starken Emotionen bestimmter Politiker, der die Westmächte aus der Stadt zu vertreiben versuchte, um sowohl das von Massenflucht bedrohte SED-Regime zu stabilisieren als auch den Zusammenhalt der NATO zu erschüttern. Die akute Sorge, dass die DDR schon vorher zusammenbrechen könnte, bewog ihn aber zunächst zur eiligen Abriegelung West-Berlins. Die Erwartung, diese Massnahme wieder zurücknehmen zu können, weil er, wie vorgesehen, die Stadt in seine Hand bekommen würde, erfüllte sich nicht. Da sich weder die USA einschüchtern liessen, noch die DDR einem westdeutschen Embargo standzuhalten vermochte, wagte Chruschtschow die Konfrontation nicht. Auch mit seinem Kalkül von Mitte 1962, die Amerikaner durch die Stationierung seiner Raketen auf Kuba zum Nachgeben zu zwingen, hatte er keinen Erfolg, als er sich in der Krise Ende Oktober zu deren Abzug veranlasst sah.

Rezension zu: Chruschtschows Westpolitik 1955 bis 1964 Bd.3 Die Kulmination der Berlin-Krise

"Insgesamt ein sehr gelungener und nützlicher Band mit kenntnisreichen Erläuterungen zu den einzelnen Dokumenten." Rolf Steiniger, Deutschland Archiv Online, 4/2011

Autoren-Porträt

Gerhard Wettig, geboren 1934, ehem. wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundesinstituts für ostwissenschaftliche und internationale Studien, Köln, ist ext. Mitarbeiter des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin.

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