Mutterherz
Roman
Banal und schaurig-schön: Mutter und Tochter
Die Mutter lebt am Rande der Verwahrlosung in ihrem Haus auf dem Land, verschanzt wie in einem Bau, verbittert und misstrauisch bis zur Bösartigkeit. Ihre einzige Tochter Luce, Anfang vierzig,... mehr
Die Mutter lebt am Rande der Verwahrlosung in ihrem Haus auf dem Land, verschanzt wie in einem Bau, verbittert und misstrauisch bis zur Bösartigkeit. Ihre einzige Tochter Luce, Anfang vierzig,... mehr
2011, 122 Seiten, Masse: 12,3 x 18,9 cm, Gebunden, Deutsch
Übersetzung: Schneider, Marianne
diaphanes
ISBN-10: 3037341408
ISBN-13: 9783037341407
Übersetzung: Schneider, Marianne
diaphanes
ISBN-10: 3037341408ISBN-13: 9783037341407
Produkt-Beschreibung zu: Mutterherz
Banal und schaurig-schön: Mutter und Tochter
Die Mutter lebt am Rande der Verwahrlosung in ihrem Haus auf dem Land, verschanzt wie in einem Bau, verbittert und misstrauisch bis zur Bösartigkeit. Ihre einzige Tochter Luce, Anfang vierzig, unscheinbar, geschieden und von der Last ihres eigenen, vermeintlich verpfuschten Lebens niedergedrückt, fährt jedes Wochenende zu ihr, von Pflichtgefühl, schlechtem Gewissen und Sorge getrieben, während die Mutter "allwöchentlich wie eine riesige fleischfressende Pflanze in ihrer Höhle auf sie wartet, bereit, sie zu verschlingen." Seit langem trägt Luce sich mit dem Gedanken, der Mutter eine häusliche Pflege zu organisieren doch die wehrt sich mit Händen und Füssen. Anlässlich ihres Weihnachtsbesuchs hat die Tochter sich fest vorgenommen, diesmal nicht klein beizugeben. Der Konflikt spitzt sich zu, als sie die Mutter zu einem für die Senioren des Dorfes veranstalteten Gemeinschaftsessen schleppt, auf dem sie sowohl die erträumte Altenpflegerin als auch, ganz plötzlich, den Mann fürs Leben zu finden hofft. Und das Drama nimmt seinen Lauf: in raschen, mal überspitzten, mal melancholischen Moment aufnahmen. Mit stoischer Zielsicherheit, einem auf jeder Seite aufflammenden Sinn für das Groteske und abgeklärter Furchtlosigkeit entwickelt Rosa Matteucci eine Geschichte, wie jeder sie zu kennen glaubt und wie sie so noch nicht erzählt wurde. Und ein Moment von Schönheit leuchtet noch in den widersprüchlichsten Facetten einer festgefahrenen Mutter-Tochter-Beziehung auf, zwischen Groll und Schuldgefühlen, Tristesse, Banalität und Güte.
Die Mutter lebt am Rande der Verwahrlosung in ihrem Haus auf dem Land, verschanzt wie in einem Bau, verbittert und misstrauisch bis zur Bösartigkeit. Ihre einzige Tochter Luce, Anfang vierzig, unscheinbar, geschieden und von der Last ihres eigenen, vermeintlich verpfuschten Lebens niedergedrückt, fährt jedes Wochenende zu ihr, von Pflichtgefühl, schlechtem Gewissen und Sorge getrieben, während die Mutter "allwöchentlich wie eine riesige fleischfressende Pflanze in ihrer Höhle auf sie wartet, bereit, sie zu verschlingen." Seit langem trägt Luce sich mit dem Gedanken, der Mutter eine häusliche Pflege zu organisieren doch die wehrt sich mit Händen und Füssen. Anlässlich ihres Weihnachtsbesuchs hat die Tochter sich fest vorgenommen, diesmal nicht klein beizugeben. Der Konflikt spitzt sich zu, als sie die Mutter zu einem für die Senioren des Dorfes veranstalteten Gemeinschaftsessen schleppt, auf dem sie sowohl die erträumte Altenpflegerin als auch, ganz plötzlich, den Mann fürs Leben zu finden hofft. Und das Drama nimmt seinen Lauf: in raschen, mal überspitzten, mal melancholischen Moment aufnahmen. Mit stoischer Zielsicherheit, einem auf jeder Seite aufflammenden Sinn für das Groteske und abgeklärter Furchtlosigkeit entwickelt Rosa Matteucci eine Geschichte, wie jeder sie zu kennen glaubt und wie sie so noch nicht erzählt wurde. Und ein Moment von Schönheit leuchtet noch in den widersprüchlichsten Facetten einer festgefahrenen Mutter-Tochter-Beziehung auf, zwischen Groll und Schuldgefühlen, Tristesse, Banalität und Güte.
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