»Fremde« Wissenschaftler im Dritten Reich, Nachschlagewerke & Bildbände
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»Fremde« Wissenschaftler im Dritten Reich

Die Debye-Affäre im Kontext

Forschung im Nationalsozialismus: ausländische und rassisch verfolgte Wissenschaftler und ihre Handlungsspielräume.

2011, 512 Seiten, 35 Schwarz-Weiss-Abbildungen, Masse: 14,4 x 22,8 cm, Kartoniert (TB), Deutsch
Herausgegeben von Hoffmann, Dieter; Walker, Mark Wallstein ISBN-10: 3835306251
ISBN-13: 9783835306257
 
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Klappentext zu: »Fremde« Wissenschaftler im Dritten Reich

Im Frühjahr 2006 erschütterte die sogenannte "Debye-Affäre" die wissenschaftliche Öffentlichkeit. Dem holländischen Physiker und Nobelpreisträger Peter Debye (1884-1966) wurde vom Wissenschaftsjournalisten Sybe Rispens unterstellt, sich im Dritten Reich zum Handlanger der Nationalsozialisten gemacht zu haben. Ausgehend von diesem Vorwurf analysieren die Autoren nicht nur die wissenschaftlichen und politischen Kontexte im Leben und Werk von Peter Debye. Vor allem kontrastieren sie seine Biographie mit Lebensläufen anderer Wissenschaftler, die im Dritten Reich wirkten, aber auch mit jüdischen Physikern wie Lise Meitner und Hartmut Kallmann, die von den Nationalsozialisten zu "Fremden" im eigenen Land gemacht wurden. Das Spektrum dieser kritischen Untersuchung schliesst auch Forscher und Institutionen ein, die unter den Bedingungen der deutschen Okkupation wirkten.

Rezension zu: »Fremde« Wissenschaftler im Dritten Reich

»Ein spannendes, zuweilen auch herausforderndes Buch, das die Lebensläufe einiger Naturwissenschaftler in die politische Situation des dritten Reichs einbettet und gleichzeitig die Frage nach der ethischen Dimension in den Naturwissenschaften aufwirft.«(Bulletin, Juni 2011) »Diese aufschlussreiche und kritische Aufsatzsammlung vermittelt viele neue Einsichten und behandelt auch Forscher und Institutionen, die unter der deutschen Okkupation wirkten.« (Physik Journal Nr. 11, 10/2011)

Autoren-Porträt

Dieter Hoffmann, geboren 1948, Studium der Physik an der Humboldt-Universität zu Berlin, Promotion und 1989 Habilitation auf dem Gebiet der Wissenschaftsgeschichte. Seit 1995 Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte und seit 2004 apl. Professor der Humboldt-Universität zu Berlin. Publikationen zur Physik- und Wissenschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.Mark Walker, geb. 1959, Professor für Geschichte am Union College in Schenectady, New York. Zahlreiche Veröffentlichungen zur deutschen Wissenschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts und der Entwicklung von Wissenschaft und Technik im Dritten Reich.

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