Julius Caesar
Die Ehre des Kriegers und die Not des Staates
Wenige Gestalten der Weltgeschichte sind von ihrer Zeit und der Nachwelt mit derselben Leidenschaft betrachtet worden wie Caesar. Und nur wenige wurden so unterschiedlich beurteilt. Welche Ziele hatte er? Was bewegte ihn? Wollte er die Republik... mehr
2011, 3. Aufl., 339 Seiten, mit zahlreichen Schwarz-Weiss-Abbildungen, Masse: 15,9 x 23,9 cm, Kartoniert (TB), Deutsch
Schöningh
ISBN-10: 3506771000
ISBN-13: 9783506771001
Schöningh
ISBN-10: 3506771000ISBN-13: 9783506771001
Produkt-Beschreibung zu: Julius Caesar
Wenige Gestalten der Weltgeschichte sind von ihrer Zeit und der Nachwelt mit derselben Leidenschaft betrachtet worden wie Caesar. Und nur wenige wurden so unterschiedlich beurteilt. Welche Ziele hatte er? Was bewegte ihn? Wollte er die Republik bewahren oder strebte er nach dem Diadem eines Königs? Trieb ihn nach seinem Sieg im Bürgerkrieg die Hoffnung, die geschundene Welt als Retter und Friedensfürst zu heilen? Oder war ihm der Krieg zur unbezähmbaren Passion geworden, der nichts gleichkam, auch nicht die Aufgabe, ein aus den Fugen geratenes Imperium neu zu ordnen? Werner Dahlheim, einer der glänzendsten Stilisten unter den deutschen Historikern, legt nun seine Antworten vor, in einem faszinierenden Buch über Triumph und Tragödie eines grossen Eroberers. Dahlheim zeigt Caesars Schicksal als Beispiel für Höhenflug und Sturz, Sieg und Scheitern in Politik und Krieg. Und er zeigt Caesar als einen der Hauptdarsteller des Dramas vom Untergang einer Republik auf dem Höhepunkt ihrer Macht. Denn als sie die Herrin der Welt geworden war, erhoben sich ihre Generäle über die Republik und verlangten die alleinige Herrschaft. Caesar war einer der ihren, und wie sie alle focht er für Ruhm und Unsterblichkeit und vergass darüber die Not, in die sein Anspruch auf Ehre den Staat stürzte. Als Caesar das Kommando in Gallien zum grossen imperialen Feldzug nutzte, wurde seine grosse Leidenschaft der Krieg. Seinem Gesetz diente er als Mehrer des Reiches und als Urheber eines fünfjährigen Bürgerkrieges, der das Unterste zuoberst kehrte und das Elend in alle Provinzen des Reiches trugt. Am letzten Tag seines Lebens stand er Alexander dem Grossen näher als seinen Standesgenossen, und die Nähe zu Kleopatra, der Königin Ägyptens, war ihm wichtiger geworden als das Einvernehmen mit den Senatoren Roms. Seine Siege hatten ihn zum Herren der Welt gemacht. Aber den Krater der Anarchie konnte er nicht schliessen. So folgten seinem gewaltsamen Tod neue Bürgerkriege, an deren Ende die römischeMonarchie auf dem Schlachtfeld von Aktium geboren wurde.
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