Der heilige Zeitgeist, Friedrich W. Graf, 20. Jahrhundert
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Der heilige Zeitgeist

Studien zur Ideengeschichte der protestantischen Theologie in der Weimarer Republik

Friedrich Wilhelm Grafs Studien zur protestantischen Universitätstheologie der Zwischenkriegszeit haben immer wieder Kontroversen ausgelöst. Kritische Deutungen der antiliberalen Theologien Karl Barths, Friedrich Gogartens und... mehr

2011, VI, 527 Seiten, Masse: 15,6 x 23,2 cm, Geheftet, Deutsch Mohr Siebeck ISBN-10: 3161504305
ISBN-13: 9783161504303
 

Produkt-Beschreibung zu: Der heilige Zeitgeist

Friedrich Wilhelm Grafs Studien zur protestantischen Universitätstheologie der Zwischenkriegszeit haben immer wieder Kontroversen ausgelöst. Kritische Deutungen der antiliberalen Theologien Karl Barths, Friedrich Gogartens und Hans-Joachim Iwands fanden ebenso Widerspruch wie Studien zum antidemokratischen Autoritätskult konservativer Kulturlutheraner. Graf setzt für die Theologiegeschichte der Weimarer Republik auf konsequente Historisierung und, inspiriert auch durch moderne Ideengeschichte und Diskursgeschichte, auf die politische Kontextualisierung theologischer Wissensproduktion. Die "antihistoristische Revolution" in den frühen 1920er Jahren förderte einen radikal antibürgerlichen Gestus des Unbedingten. Glaubensernste Emphase und Hunger nach Ganzheit verbanden sich mit einem dezionistischen Zeitgeist, der es kaum erlaubte, den Kompromissbedarf einer parlamentarischen Demokratie zu erkennen.
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Klappentext zu: Der heilige Zeitgeist

Friedrich Wilhelm Grafs Studien zur protestantischen Universitätstheologie der Zwischenkriegszeit haben immer wieder Kontroversen ausgelöst. Kritische Deutungen der antiliberalen Theologien Karl Barths, Friedrich Gogartens und Hans-Joachim Iwands fanden ebenso Widerspruch wie Studien zum antidemokratischen Autoritätskult konservativer Kulturlutheraner. Graf setzt für die Theologiegeschichte der Weimarer Republik auf konsequente Historisierung und, inspiriert auch durch moderne Ideengeschichte und Diskursgeschichte, auf die politische Kontextualisierung theologischer Wissensproduktion. Die "antihistoristische Revolution" in den frühen 1920er Jahren förderte einen radikal antibürgerlichen Gestus des Unbedingten. Glaubensernste Emphase und Hunger nach Ganzheit verbanden sich mit einem dezionistischen Zeitgeist, der es kaum erlaubte, den Kompromissbedarf einer parlamentarischen Demokratie zu erkennen.

Autoren-Porträt von Friedrich W. Graf:

Friedrich Wilhelm Graf, geb. 1948, ist Professor für Systematische Theologie und Ethik an der Universität München und nimmt daneben zahlreiche weitere Aufgaben wahr, u.a. als Ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Als erster Theologe wurde er 1999 mit dem Leibniz-Preis der DFG ausgezeichnet. Seine kirchenkritischen Einsprüche in grossen Zeitungen haben ein lebhaftes Echo gefunden.

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