Ohne Rückkehr, Biografien
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Ohne Rückkehr

Die Deportation der Juden aus dem Regierungsbezirk Arnsberg nach Zamosc im April 1942

Am 28. April 1942 wurden im Regierungsbezirk Arnsberg über 800 jüdische Männer, Frauen und Kinder festgenommen und in ein Sammellager der Gestapo in Dortmund überführt. Zwei Tage später erfolgte der Abtransport in das... mehr

2012, 192 Seiten, mit Schwarz-Weiss-Abbildungen, Masse: 17,4 x 25,1 cm, Gebunden, Deutsch
Herausgegeben von Piorr, Ralf Klartext-Verlagsges. ISBN-10: 383750333X
ISBN-13: 9783837503333
 

Produkt-Beschreibung zu: Ohne Rückkehr

Am 28. April 1942 wurden im Regierungsbezirk Arnsberg über 800 jüdische Männer, Frauen und Kinder festgenommen und in ein Sammellager der Gestapo in Dortmund überführt. Zwei Tage später erfolgte der Abtransport in das Ghetto der polnischen Stadt Zamosc. Nach verschiedenen Selektionen kamen die deportierten Juden fast ausnahmslos in die Vernichtungslager Sobibor und Belzec und das Konzentrationslager Majdanek. Ein halbes Jahr später war kaum jemand mehr am Leben. Die erhaltenen Meldeunterlagen im Regierungsbezirk trugen auf Weisung der Gestapo Dortmund den irreführenden Vermerk "unbekannt verzogen", um alle Spuren des Massenmords zu verwischen. Bis heute war die Deportation nach Zamosc ein Desiderat in der deutschen Geschichtsschreibung. Es gab niemanden mehr, der als deportierter Überlebender vom Schicksal dieser westfälischen Juden hätte berichten können. Die Informationen des Internationalen Suchdienstes des Roten Kreuzes Arolsen und, darauf aufbauend, die Gedenkbücher des Bundesarchivs erwiesen sich im Falle der Zamosc-Deportierten als unzulänglich und sehr unvollständig. Nunmehr ist es weitgehend gelungen, den jüdischen Opfern eines scheinbar ins Nichts gefahrenen Todestransportes Namen und Identitäten wieder zu geben und ihr Schicksal zu rekonstruieren. Das Gedenkbuch wird eingeleitet von der Geschichte der Transports, des jammervollen Lebens im Ghetto und der Vernichtung am Ende. Ein Kalendarium behandelt den grösseren historischen Rahmen. Der zentrale Gedenkbuchteil enthält eine detaillierte Aufstellung der jüdischen Opfer samt einer Reihe biographischer Skizzen. Lokale Fallstudien und kurze Artikel sowie eine Anzahl überwiegend neu entdeckter Dokumente der Täter und Handlanger in Polizei und Verwaltung runden den Band ab. Besonderer ergreifend sind erhaltene Postkarten und Briefe junger jüdischer Frauen, die als letzte Lebenszeichen heimlich aus dem Ghetto Zamosc heraus geschmuggelt wurden und durch Boten Verwandten in Westfalen noch erreichen erreichen konnten.
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Klappentext zu: Ohne Rückkehr

Am 28. April 1942 wurden im Regierungsbezirk Arnsberg über 800 jüdische Männer, Frauen und Kinder festgenommen und in ein Sammellager der Gestapo in Dortmund überführt. Zwei Tage später erfolgte der Abtransport in das Ghetto der polnischen Stadt Zamosc. Nach verschiedenen Selektionen kamen die deportierten Juden fast ausnahmslos in die Vernichtungslager Sobibor und Belzec und das Konzentrationslager Majdanek. Ein halbes Jahr später war kaum jemand mehr am Leben. Die erhaltenen Meldeunterlagen im Regierungsbezirk trugen auf Weisung der Gestapo Dortmund den irreführenden Vermerk unbekannt verzogen , um alle Spuren des Massenmords zu verwischen. Bis heute war die Deportation nach Zamosc ein Desiderat in der deutschen Geschichtsschreibung. Es gab niemanden mehr, der als deportierter Überlebender vom Schicksal dieser westfälischen Juden hätte berichten können. Die Informationen des Internationalen Suchdienstes des Roten Kreuzes Arolsen und, darauf aufbauend, die Gedenkbücher des Bundesarchivs erwiesen sich im Falle der Zamosc-Deportierten als unzulänglich und sehr unvollständig. Nunmehr ist es weitgehend gelungen, den jüdischen Opfern eines scheinbar ins Nichts gefahrenen Todestransportes Namen und Identitäten wieder zu geben und ihr Schicksal zu rekonstruieren.
Das Gedenkbuch wird eingeleitet von der Geschichte der Transports, des jammervollen Lebens im Ghetto und der Vernichtung am Ende. Ein Kalendarium behandelt den grösseren historischen Rahmen. Der zentrale Gedenkbuchteil enthält eine detaillierte Aufstellung der jüdischen Opfer samt einer Reihe biographischer Skizzen. Lokale Fallstudien und kurze Artikel sowie eine Anzahl überwiegend neu entdeckter Dokumente der Täter und Handlanger in Polizei und Verwaltung runden den Band ab. Besonderer ergreifend sind erhaltene Postkarten und Briefe junger jüdischer Frauen, die als letzte Lebenszeichen heimlich aus dem Ghetto Zamosc heraus geschmuggelt wurden und durch Boten Verwandten in Westfalen noch erreichen erreichen konnten

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