Die Affäre Calas, Voltaire, Weltliteratur & Klassiker

Die Affäre Calas

Über die Toleranz

Als Voltaire 1778 starb, verweigerte man ihm ein Grab in seiner Geburtstadt Paris: Er hatte in seinen literarischen und philosophischen Schriften den Kampf gegen die Doppelmacht von Monarchie und (katholischer) Kirche mit radikalster Konsequenz... mehr

2011, 295 Seiten, Masse: 13,1 x 20,7 cm, Gebunden, Deutsch
Herausgegeben u. Nachw. von Gilcher-Holtey, Ingrid Insel, Frankfurt ISBN-10: 3458174818
ISBN-13: 9783458174813
 

Produkt-Beschreibung zu: Die Affäre Calas

Als Voltaire 1778 starb, verweigerte man ihm ein Grab in seiner Geburtstadt Paris: Er hatte in seinen literarischen und philosophischen Schriften den Kampf gegen die Doppelmacht von Monarchie und (katholischer) Kirche mit radikalster Konsequenz geführt. Während der Französischen Revolution, im Juli 1791, wurde sein Sarkophag dann im Triumphzug ins Panthéon gebracht. Zu den »Unsterblichen« erklärt wurde dadurch der Streiter für Recht und Gerechtigkeit - und als erstes unter seinen Verdiensten rangierte sein Eintreten für Jean Calas. Dieser hugenottische Kaufmann aus Toulouse wurde 1761 zum Tode verurteilt, weil man ihn fälschlicherweise des Mordes an seinem Sohn bezichtigt hatte: Das Motiv dafür war angeblich dessen beabsichtigter Übertritt zur katholischen Kirche. Durch seine Flugschriften, Pamphlete und Denkschriften, Briefe an Minister und Richter gelingt es Voltaire, die Rehabilitierung von Jean Calas zu erreichen. In Deutschland ist diese Leistung Voltaires bisher kaum gewürdigt worden. Durch die vorliegende Zusammenstellung der wichtigsten Stellungnahmen Voltaires (neben der "Abhandlung über die Toleranz" die zahlreichen Pamphlete und Briefe des Autors) zur Aufklärung eines Justizskandals wird zum ersten Mal der Intellektuelle Voltaire im deutschen Sprachraum prototypisch und detailliert vorgestellt - und damit der erste europäische Intellektuelle überhaupt, der die späteren Interventionensmuster der Intellektuellen vorzeichnet.
filialabholungsfähig
Selbst abholen und Porto sparen: Bei diesem Artikel ist eine Lieferung in die Filiale möglich. Filialfinder

Klappentext zu: Die Affäre Calas

Als Voltaire 1778 starb, verweigerte man ihm ein Grab in seiner Geburtstadt Paris: Er hatte in seinen literarischen und philosophischen Schriften den Kampf gegen die Doppelmacht von Monarchie und (katholischer) Kirche mit radikalster Konsequenz geführt. Während der Französischen Revolution, im Juli 1791, wurde sein Sarkophag dann im Triumphzug ins Panthéon gebracht. Zu den "Unsterblichen" erklärt wurde dadurch der Streiter für Recht und Gerechtigkeit und als erstes unter seinen Verdiensten rangierte sein Eintreten für Jean Calas. Dieser hugenottische Kaufmann aus Toulouse wurde 1761 zum Tode verurteilt, weil man ihn fälschlicherweise des Mordes an seinem Sohn bezichtigt hatte: Das Motiv dafür war angeblich dessen beabsichtigter Übertritt zur katholischen Kirche.
Durch seine Flugschriften, Pamphlete und Denkschriften, Briefe an Minister und Richter gelingt es Voltaire, die Rehabilitierung von Jean Calas zu erreichen. In Deutschland ist diese Leistung Voltaires bisher kaum gewürdigtworden.
Durch die vorliegende Zusammenstellung der wichtigsten Stellungnahmen Voltaires (neben der "Abhandlung über die Toleranz" die zahlreichen Pamphlete und Briefe des Autors) zur Aufklärung eines Justizskandals wird zum ersten Mal der Intellektuelle Voltaire im deutschen Sprachraum prototypisch und detailliert vorgestellt und damit der erste europäische Intellektuelle überhaupt, der die späteren Interventionensmuster der Intellektuellen vorzeichnet.

Rezension zu: Die Affäre Calas

"Das Angebot an deutschsprachigen Texten von und zu Voltaire ist ohnehin nicht üppig, und so kommt man an dieser wesentlichen Dokumentation Voltaire'schen Wirkens nicht vorbei, sofern man sich auch nur am Rande für Voltaire, die europäische Aufklärung oder das französische 18. Jahrhundert interessiert." (Klaus Prinz, sandammeer.at)

Autoren-Porträt von Voltaire:

Voltaire, eig. François-Marie Arouet, geb. 1694 in Paris, besuchte dort das Jesuitenkolleg Louis-le-Grand und fand nach Abschluss seines Studiums bald Zugang zu aristokratischen freidenkerischen Kreisen. 1717 brachte ihm eine Satire auf Ludwig XIV. ein Jahr Haft in der Bastille ein. Später musste er seines Freidenkertums und seiner aufklärerischen Schriften wegen mehrfach Paris verlassen. In England und auf dem Schloss einer Freundin in der Champagne fand er Asyl. 1750 folgte er einer Einladung ...

Wollen Sie über Neuerscheinungen des Autors per E-Mail informiert werden?
Melden Sie sich beim Autorenalarm an.

Häufige Suchanfragen zu: Die Affäre Calas

Weitere Artikel zum Thema:

Das meinen unsere Kunden zu: Die Affäre Calas

0 Kundenkommentare (noch nicht bewertet)
ausgezeichnet
 ausgezeichnet:
(0)
sehr gut
 sehr gut:
(0)
gut
 gut:
(0)
weniger gut
 weniger gut:
(0)
schlecht
 schlecht:
(0)
Schreiben Sie den ersten Kommentar zu "Die Affäre Calas" und nutzen Sie die Gewinnchance zum "Kommentar des Monats".
Fr. 39.90
Lieferstatus: sofort lieferbar
Bestellnummer: 24288292
Ihre Vorteile bei weltbild.ch

Zuletzt betrachtet

Kurt Tucholsky für Boshafte
Kurt Tucholsky für Boshafte
Kurt Tucholsky
Fr. 8.90

Liebesgedichte
Liebesgedichte
Nicolas Born
Fr. 8.90

Little Bee
Little Bee
Chris Cleave
Fr. 21.90

Das Wetter vor 15 Jahren
Das Wetter vor 15 Jahren
Wolf Haas
Fr. 12.90

Freunden empfehlen: