Shakespeares Schriftraum, Bernd Schneid, Theater & Film
Google Book Preview
Shakespeares Schriftraum, Bernd Schneid, Theater & Film

Shakespeares Schriftraum

Zur textuellen Inszenierungsstrategie des Dramas Julius Caesar

William Shakespeares Drama 'Julius Caesar' gilt als eines der meistkommentierten und rhetorisch brillantesten des offiziellen Kanons. Dennoch findet es aus Gründen politischer wie textlicher Zusammenhänge immer weniger auf deutsche... mehr

2010, 130 Seiten, Masse: 19,5 x 27,1 cm, Kartoniert (TB), Deutsch Diplomica ISBN-10: 3836687224
ISBN-13: 9783836687225
 

Produkt-Beschreibung zu: Shakespeares Schriftraum

William Shakespeares Drama 'Julius Caesar' gilt als eines der meistkommentierten und rhetorisch brillantesten des offiziellen Kanons. Dennoch findet es aus Gründen politischer wie textlicher Zusammenhänge immer weniger auf deutsche Bühnen. Dieses Buch versucht über eine dekonstruktivistische Lektüre, die sich auf die Selbstreflexivität und Räumlichkeit des Dramentextes in Verbindung mit Systemtheorie und Foucault'schen Diskurstechniken bezieht, den Text von zu engen Interpretationen zu befreien, indem es an genau jenen brüchigen Stellen angreift, die die Diskussion um Authentizität, Werktreue und Performativität verwischt hat. Diese so genannten Differenzdefekte als das ernst zu nehmen, was in der Lage ist, eine vielschichtige Lektüre erst aufbrechen zu lassen, ist das Ziel dieses Buches. Nicht zuletzt wird in einer an Roland Barthes angelehnten strukturalen Analyse der theatrale Raum hervorgehoben, den ein Dramentext in seiner schriftlichen Inszenierung aufzubauen in der Lage ist. Somit wird die Hypothese aufgestellt, dass eine zeitgenössische Theaterpraxis nur über eine multiperspektivische Lesart der Textinszenierung und ihren eingeschriebenen Raum selbst immer wieder neue und vor allem subjektive Wege, auch in der Postdramatik, für die reale Bühne finden darf und muss, eben genau dann, wenn sich das Theater noch als Medium öffentlicher Angelegenheit(en) verstehen will, das den Austausch mit dem Text respektiert und seine Stellung in einer modernen Gesellschaft sucht. Denn gerade für ein klassisches Drama wie "Julius Caesar" gilt das, was Jacques Derrida gefordert hat: Wir müssen also die Fähigkeit entwickeln, wieder zu lesen, was uns verstellt wurde.
nicht filialabholungsfähig Bei diesem Artikel ist eine Lieferung in die Filiale nicht möglich!

Klappentext zu: Shakespeares Schriftraum

William Shakespeares Drama 'Julius Caesar' gilt als eines der meistkommentierten und rhetorisch brillantesten des offiziellen Kanons. Dennoch findet es aus Gründen politischer wie textlicher Zusammenhänge immer weniger auf deutsche Bühnen. Dieses Buch versucht über eine dekonstruktivistische Lektüre, die sich auf die Selbstreflexivität und Räumlichkeit des Dramentextes in Verbindung mit Systemtheorie und Foucault schen Diskurstechniken bezieht, den Text von zu engen Interpretationen zu befreien, indem es an genau jenen brüchigen Stellen angreift, die die Diskussion um Authentizität, Werktreue und Performativität verwischt hat. Diese so genannten Differenzdefekte als das ernst zu nehmen, was in der Lage ist, eine vielschichtige Lektüre erst aufbrechen zu lassen, ist das Ziel dieses Buches. Nicht zuletzt wird in einer an Roland Barthes angelehnten strukturalen Analyse der theatrale Raum hervorgehoben, den ein Dramentext in seiner schriftlichen Inszenierung aufzubauen in der Lage ist. Somit wird die Hypothese aufgestellt, dass eine zeitgenössische Theaterpraxis nur über eine multiperspektivische Lesart der Textinszenierung und ihren eingeschriebenen Raum selbst immer wieder neue und vor allem subjektive Wege, auch in der Postdramatik, für die reale Bühne finden darf und muss, eben genau dann, wenn sich das Theater noch als Medium öffentlicher Angelegenheit(en) verstehen will, das den Austausch mit dem Text respektiert und seine Stellung in einer modernen Gesellschaft sucht. Denn gerade für ein klassisches Drama wie Julius Caesar gilt das, was Jacques Derrida gefordert hat: Wir müssen also die Fähigkeit entwickeln, wieder zu lesen, was uns verstellt wurde.

Autoren-Porträt von Bernd Schneid:

Bernd Schneid, geb. 1978, studierte Neuere deutsche Literatur, Theaterwissenschaft und Amerikanische Literaturgeschichte in München. Momentan promoviert er über die Fernsehserien "The Sopranos" und "Lost" in Verbindung mit dem Begriff des Epos, der Dekonstruktion, Systemtheorie und Psychoanalyse.

Wollen Sie über Neuerscheinungen des Autors per E-Mail informiert werden?
Melden Sie sich beim Autorenalarm an.

Weitere Artikel zum Thema:

Das meinen unsere Kunden zu: Shakespeares Schriftraum

0 Kundenkommentare (noch nicht bewertet)
ausgezeichnet
 ausgezeichnet:
(0)
sehr gut
 sehr gut:
(0)
gut
 gut:
(0)
weniger gut
 weniger gut:
(0)
schlecht
 schlecht:
(0)
Schreiben Sie den ersten Kommentar zu "Shakespeares Schriftraum" und nutzen Sie die Gewinnchance zum "Kommentar des Monats".
Fr. 52.90
Lieferstatus: sofort lieferbar
Bestellnummer: 22500763
Ihre Vorteile bei weltbild.ch

Auch als eBook erhältlich

Zuletzt betrachtet

Grundlagen der Biophysik, m. CD-ROM
Die 14-Tage-Detoxkur
Die 14-Tage-Detoxkur
Claudia Nichterl
Fr. 28.90

Das neue Diabetikerkochbuch
Das neue Diabetikerkochbuch
Britta Macho, Tina Schlag
Fr. 28.90

Der Krieg
Der Krieg (Blu-ray)

Fr. 14.95

Freunden empfehlen: