Hui und Pfui der Welt, Abraham a Sancta Clara, Märchen & Sagen

Hui und Pfui der Welt

Predigten und Schriften. Nachw. v. Franz Schuh

Witzig, mitreissend, volksnah - und von zeitloser Aktualität: ein Lesevergnügen, nicht nur für Christen<br /> <br />Drastisch, saftig, volkstümlich - selten gerät Glaubensverkündigung so kurzweilig... mehr

2009, 384 Seiten, Masse: 9,8 x 15,6 cm, Gebunden, Deutsch Manesse ISBN-10: 3717521969
ISBN-13: 9783717521969
 

Produkt-Beschreibung zu: Hui und Pfui der Welt

Witzig, mitreissend, volksnah - und von zeitloser Aktualität: ein Lesevergnügen, nicht nur für Christen<br /> <br />Drastisch, saftig, volkstümlich - selten gerät Glaubensverkündigung so kurzweilig wie in den Reden und Schriften Abraham a Sancta Claras. Dank erfindungsreicher Wortspiele und einprägsamer Rhetorik wurde der Augustinermönch zum bedeutendsten Barockprediger deutscher Sprache. Die Höhepunkte seines Werks finden sich in diesem Band versammelt.<br /> <br />Bestechlichen Beamten und raffgierigen Kaufleuten, lamentierenden Regenten und schmarotzendem Volk- allen hielt er den Narrenspiegel vors Gesicht. «Wer heucheln kann und schmeicheln kann, der ist heut ein gemachter Mann», dichtete er und hatte auch für die Sündhaftigkeit menschlicher Genüsse deutliche Worte parat. Aus ihnen spricht die Erkenntnis, dass der direkte Weg in Hirn und Herz übers Zwerchfell führt. In einer Zeit, da die Kirche neben der moralischen Erbauung auch für die breite Volkserziehung zuständig war, unterhielten seine mit Märchen- und Fabelmotiven gespickten, vor zeitgeschichtlichen und literarischen Anspielungen strotzenden Predigten ein breites Publikum.<br /> <br />Abrahams rhetorischer Erfindungsreichtum lässt an die Sprachgewalt eines Martin Luther denken - wie manch überbordende Wortspielerei ihn zugleich als das barocke Vorbild eines Ernst Jandl oder H. C. Artmann ausweist. «Eine Vorahnung von zukünftiger Avantgarde» sieht Franz Schuh und bescheinigt in seinem Nachwort Abrahams Analyse der conditio humana eine Aktualität, die zuweilen «in eine beschämende Nähe zu unserer Zeit» gerät.<br /> <br />
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Klappentext zu: Hui und Pfui der Welt

Witzig, mitreissend, volksnah und von zeitloser Aktualität: ein Lesevergnügen, nicht nur für Christen
Drastisch, saftig, volkstümlich selten gerät Glaubensverkündigung so kurzweilig wie in den Reden und Schriften Abraham a Sancta Claras. Dank erfindungsreicher Wortspiele und einprägsamer Rhetorik wurde der Augustinermönch zum bedeutendsten Barockprediger deutscher Sprache. Die Höhepunkte seines Werks finden sich in diesem Band versammelt.
Bestechlichen Beamten und raffgierigen Kaufleuten, lamentierenden Regenten und schmarotzendem Volk allen hielt er den Narrenspiegel vors Gesicht. "Wer heucheln kann und schmeicheln kann, der ist heut ein gemachter Mann", dichtete er und hatte auch für die Sündhaftigkeit menschlicher Genüsse deutliche Worte parat. Aus ihnen spricht die Erkenntnis, dass der direkte Weg in Hirn und Herz übers Zwerchfell führt. In einer Zeit, da die Kirche neben der moralischen Erbauung auch für die breite Volkserziehung zuständig war, unterhielten seine mit Märchen-und Fabelmotiven gespickten, vor zeitgeschichtlichen und literarischen Anspielungen strotzenden Predigten ein breites Publikum.
Abrahams rhetorischer Erfindungsreichtum lässt an die Sprachgewalt eines Martin Luther denken wie manch überbordende Wortspielerei ihn zugleich als das barocke Vorbild eines Ernst Jandl oder H. C. Artmann ausweist. "Eine Vorahnung von zukünftiger Avantgarde" sieht Franz Schuh und bescheinigt in seinem Nachwort Abrahams Analyse der conditio humana eine Aktualität, die zuweilen "in eine beschämende Nähe zu unserer Zeit" gerät.

Rezension zu: Hui und Pfui der Welt

"Seinem Witz für Gestalten und Wörter, seinem humoristischen Dramatisieren schadet nichts als das Jahrhundert und ein dreifacher Ort: Deutschland, Wien und die Kanzel."

Autoren-Porträt von Abraham a Sancta Clara:

Abraham a Sancta Clara (1644 - 1709) hiess eigentlich Johann Ulrich Megerle und war Sohn eines Gastwirts im schwäbischen Kreenheinstetten. 1662 trat er dem Orden der Augustiner-Barfüsser bei und wirkte nach seiner Priesterweihe als Prediger in Taxa bei Augsburg und in Wien. Abraham war kaiserlicher Prediger, Prior in Wien und Graz und Prokurator der deutsch-böhmischen Provinz.

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