Der Koch
Roman

Verführungskunst der besonderen Art
Maravan arbeitet als Küchenhilfe tief unter seinem Niveau. In Sri Lanka weihte ihn seine Grosstante in die Geheimnisse der aphrodisischen Küche ein. Als er gefeuert wird, ermutigt ihn seine Kollegin Andrea zu einem Deal ...
2010, 311 Seiten, Masse: 12,5 x 18,8 cm, Leinen, Deutsch
Diogenes ISBN-10: 3257067399
ISBN-13: 9783257067392
Diogenes ISBN-10: 3257067399ISBN-13: 9783257067392
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Klappentext zu: Der Koch
Weltweite Finanzkrise, Bürgerkrieg in Sri Lanka und eine Firma, die in aller Verschwiegenheit boomt: Love Food fürs diskrete Tête-à-Tête. Politische Gegenwart, Liebesgeschichte, Exotik und Sinnlichkeit.
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Roger Basler, Winterthur, 13.10.2010
ja | nein

Liebe geht durch den Magen, aber nicht im Restaurant, wo der tamilische Asylbewerber Maravan als Küchenjunge arbeitet. Maravan ist ein Einzelgänger und schafft es trotz seines grossen Wissens, welches er von seiner Grossmutter hat, nicht an den Chefplatz. Im Gegenteil: Maravan wird nach einer unglücklichen Situation entlassen. Die einzige, die zu ihm hält, ist Andrea, eine attraktive Frau, die wie Maravan ein Geheimnis in sich trägt. Martin Suter gelingt es auch in diesem Roman, detailgetreu und sprachlich versiert zu schreiben: die Küche wird zum Molekularlabor, die Speisen entfalten sich vor dem Auge des Lesers und die zeitgemäss Handlung (inmitten der Finanzkrise) geht auch auch am Ort des Geschehens nicht spurlos vorüber. Raffiniert und mit vielen pikanten Details sind nicht nur die Rezepte, sondern auch die gesamte Handlung und einem Schluss, welcher in Erinnerung bleibt.
ja | nein5 von 5


Maggie, Thal, 27.03.2010
ja | nein

Bereits beim Lesen der exotischen und alle Sinne ansprechenden Gerichte, die Martin Suters Koch MARAVAN zaubert, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Obwohl immer auch etwas Misstrauen Erweckendes mitschwingt, stelle ich mir vor, selbst von diesen Delikatessen zu kosten, die erlesenen Zutaten einzeln herauszuschmecken und in mir aufzunehmen. Ein Fest der Sinne, gepaart mit vielschichtigen Andeutungen und serviert auf einem politisch hochbrisanten Tablett, umgeben von kriminalistischen Handlungen in der Welt der High-Society. Dies ist Suters facettenreichster Roman, der im Anhang dazu einlädt, die genüsslich beschriebenen Rezepte nachzukochen. Ich lasse mich gerne dazu einladen und verführen.
ja | nein7 von 9


Jürg B. Stalder, Chur, 26.05.2011
ja | nein

Eine gelungene Mischung aus kulinarischen "Exoten", die erst langsam, aber immer mehr den Einzug in die helvetische Küche schaffen, und durchaus auch unsere Gaumen erfreuen, und den geschichtlichen Hintergründen aus der Zeit ab den Achtzigern, da die Tamilen begannen, bei uns einzuwandern und sich auch tipptopp in unsere Bevölkerung integrierten. Das ist Suters grösste Fähigkeit: das Recherchieren von Infos auf verschiedenen Ebenen und deren Einfliessenlassen in Texte, die man, einmal begonnen, kaum mehr aus den Händen legen mag!
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