Greiner, Heinz D. Heisl, Märchen & Sagen
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Greiner

Roman

»Und ich hatte mich in diese Stadt und also hierher in dieses Tropfbecken der Augen- und Ohrenlust verkrochen; nach dem Jungmädchenstimmenlachen, Jungmädchenstimmenflattern lauschend, ein Stimmengeflatter war ihr Reden für mein Ohr, ihre Wortflügel rieben sich an mir, jedoch hatte ich nichts von dem, was sie sich zu sagen und zuzurufen gehabt hatten, verstehen können.«

2009, 300 Seiten, Masse: 14 x 21,7 cm, Gebunden, Deutsch Dittrich, Berlin ISBN-10: 3937717374
ISBN-13: 9783937717371
 
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Klappentext zu: Greiner

Vor sechs Wochen hat Konrad Greiner sein Vorhaben, mit dem Schreiben aufzuhören, endlich zur Tatsache werden lassen. Trotzdem aber lässt sich der berühmte österreichische Schriftsteller (dessen Werke in einem grossen deutschen Verlag erscheinen) noch einmal zu einer Vortragsreise nach Japan einladen. Und dort in Japan, im Café »Excelsior« im Roppongi-Viertel in Tokio, beginnt der Roman »Greiner«, den er jedoch niemals mehr schreiben wird. Ein Roman über den Literaturbetrieb ist es und ein Roman über Österreich (im Speziellen über seine engere Heimat Innsbruck). Alle und alles zerrt der Greiner ans Licht und stellt er bloss, einschliesslich - oder vor allem - sich selbst. Und es mag wohl an der Entfernung liegen, dass aus dem folg- und fügsamen Schriftsteller, ein durch und durch unbequemer Schreibender hätte werden können. Aber keine Zeile mehr schreibt er nun, im Gegenteil, eine bereits begonnene Prosaarbeit sowie die Notizen zu einem Roman, werden im Papierkorb des Café »Excelsior«entsorgt. Wie der Greiner, so pendelt auch der Leser zwischen zwei Kulturen und zwei Gefühlen gleichzeitig, um einmal von einer Abneigung gepackt zu werden, und hinterher der Faszination des Wechselspiels zu erliegen. Wer sich, wie im letzten Roman »Abriss«, auf diese Sprache einlässt, der wird einmal mehr einen österreichischen Sprachurlaub geniessen können, der sich mit japanischer Kulturerfahrung vermischt.

Rezension zu: Greiner

»Er spielt virtuos mit seiner Sprache, so wie man das auch von seinen früheren Arbeiten gewohnt ist - dass der Autor Musik studiert
hat, überrascht kaum, wenn man sich den Text auf der Zunge zergehen lässt.«
Gaby Weiss, Esslinger Zeitung

Autoren-Porträt von Heinz D. Heisl:

Heinz D. Heisl, geboren 1952, freier Schriftsteller, lebt zur Zeit in Halle und Basel. Es gibt von ihm zahlreiche Arbeiten für Funk und Theater. Auftritte als Rezitator und "Darsteller" der eigenen Texte. Die ersten erschienenen Bücher, sämtliche als Kunstobjekte gestaltet, sind vergriffen und wertvolle Sammlerstücke: "Das Hirnrad" - Ein literarisches Neuntagerennen (1992), "Das zerbrochene Wort" (1993), "Die Psalmen"- Schrapnelle eines gottlosen Dichters (1994).

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