Leichenblässe

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Leichenblässe

Gerichtsmediziner David Hunter ist einer der Besten. Doch diesmal begeht er einen folgenschweren Fehler.

David Hunter fährt auf die Body Farm nach Tennessee, um einen alten Freund wiederzutreffen. Der kann... mehr

Simon Beckett Leichenblässe Simon Beckett

2009, 1, 415 Seiten, Masse: 13,7 x 21,5 cm, Taschenbuch Weltbild ISBN-10: 3828994776 ISBN-13: 9783828994775
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Produkt-Beschreibung zu: Leichenblässe

Leichenblässe

Gerichtsmediziner David Hunter ist einer der Besten. Doch diesmal begeht er einen folgenschweren Fehler.

David Hunter fährt auf die Body Farm nach Tennessee, um einen alten Freund wiederzutreffen. Der kann Hunters Hilfe in einem sadistischen Mordfall gut brauchen. Doch Hunter merkt nicht, dass er sich selbst in Gefahr begibt.

Der britische Autor Simon Beckett feiert mit seinen Pathologie-Thrillern um den Forensiker David Hunter Megaerfolge. Allein in Deutschland liegt die Gesamtauflage seiner Bücher bei über 3 Millionen Exemplaren. Die Begeisterung seiner Fans geht bislang sogar soweit, dass Simon Beckett mit "David Hunter" angesprochen wird. Übrigens: Simon Beckett schreibt bereits an seinem vierten David Hunter-Roman.

Bereits mit seinem ersten Buch "Die Chemie des Todes" hat sich Simon Beckett unter Thriller-Fans einen Namen gemacht und auch Kritiker überzeugt. Als "bärenstarkes Debüt" empfand Manfred Sarrazin vom WDR 5 das erste Simon Beckett-Buch um Gerichtsmediziner David Hunter. Auch "Leichenblässe" steht dem in nichts nach. Für die Frankfurter Rundschau erzählt Simon Beckett den brandneuen David Hunter-Fall "schnörkellos und mit viel Einfühlungsvermögen - bis zum bitteren Ende".
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Leseprobe: Leichenblässe

Leichenblässe von Simon Beckett

Kapitel 2

Auf dem Highway aus Knoxville hinaus herrschte zäh fliessender Verkehr. Obwohl es noch so früh im Jahr war, war es bereits so warm, dass man im Wagen die Klimaanlage anschalten musste. Tom hatte das Navigationsgerät programmiert, damit wir uns nicht verfuhren, wenn wir die Berge erreichten. Er summte beim Fahren leise vor sich hin, ein Zeichen für seine Vorfreude, wie
...

Autoren-Porträt von Simon Beckett:



Autoren-Porträt von Simon Beckett

 

Eigentlich wollte Simon Beckett Biochemiker werden. Er hatte bereits einen Studienplatz, fiel aber im Abitur ausgerechnet in Chemie und Biologie durch und wählte Englisch als Studienfach. Damals konnte er noch nicht ahnen, dass der Protagonist seiner Kriminalromane als forensischer Anthropologe dem eigenen Berufswunsch sehr nahe kommt. Becketts Kommentar: „Komisch,
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Autoren-Interview

Interview mit Simon Beckett

 

In „Leichenblässe“ erholt sich David Hunter zunächst von den Verletzungen, die er sich bei seinem letzten Abenteuer zugezogen hat. Um sich auszukurieren, reist er zur legendären Body Farm in Tennessee, dorthin also, wo die Verwesung von Leichen in einem Freilandversuch beobachtet wird. Man könnte meinen, dass das nicht so ganz der geeignete
...

Vielleicht nicht für die meisten Menschen, aber Hunter wurde hier ja zu Beginn seiner Karriere ausgebildet. Er kehrt also in eine Umgebung zurück, die ihm sehr vertraut ist. Für ihn ist die Body Farm ein Ort, an dem er seine forensischen Kenntnisse auf den neuesten Stand bringen kann, während er seine Verletzungen auskuriert. Hier kann er sich auf die nächsten Fälle vorbereiten. Aber natürlich geht sein Plan nicht auf…

 

Draussen in den Bergen findet sich dann ein ganz realer Tatort. Dort wurde jemand brutal gefoltert und ermordet. Sie sind ja dafür bekannt, dass am Ende Ihrer Geschichten eine grosse Überraschung wartet. Führen Sie auch hier wieder die Leser auf eine falsche Fährte?

Das hoffe ich doch! Dies ist ja schon der dritte Hunter-Roman, und ich glaube, dass die Leser schon auf Überraschungen gefasst sind – was es mir nicht unbedingt leichter macht. Damit plötzliche Wendungen in der Handlung funktionieren, müssen sie sich natürlich aus der Geschichte entwickeln. Man kann sie nicht erzwingen.

 

Das grosse Thema in „Kalte Asche“ war Feuer. Gibt es in „Leichenblässe“ ein ähnlich wichtiges Motiv?

Nicht in dem gleichen Sinne wie in „Kalte Asche“. In „Leichenblässe“ geht es unausweichlich auch um viel Forensik, da ja ein Grossteil des Buches auf der Body Farm spielt. Aber auch die psychologische Komponente ist sehr stark: Hunter ist sich zu Beginn der Geschichte sehr stark seiner eigenen Sterblichkeit bewusst – das ist eines der Themen des Buches. Und es beschäftigt übrigens auch den Killer. Ich kann hier aber gar nicht mehr erzählen, ohne zu viel von der Handlung zu verraten.

 

Waren Sie selbst auch schon auf der legendären Body Farm? Wie kann man sich diese vorstellen?

Ja, ich war vor ein paar Jahren dort, um einen Artikel für ein Magazin zu schreiben. Es ist eine sehr ernste, nüchterne Umgebung, und es bereitet dich nichts darauf vor, dass, wenn du durch das Eingangstor gegangen bist, du überall Leichen herumliegen siehst. Aber dieser grauenhafte Anblick sollte einen nicht davon ablenken, dass hier eine ganz wichtige Arbeit geleistet wird, die am Ende dabei hilft, Mörder zu ermitteln. Lange Zeit war dies weltweit der einzige Ort, an dem diese Art der Forschung stattfindet. Inzwischen gibt es in den USA zwei weitere Body Farms. Ich glaube, es ist nur eine Frage der Zeit, bis es in Europa eine ähnliche Einrichtung geben wird.

 

Welche Eigenschaften braucht man eigentlich, um Forensiker zu werden? Haben die Leute, die auf der Body Farm arbeiten, Ähnlichkeit mit David Hunter?

Die forensischen Anthropologen, die ich kennengelernt habe, arbeiten sehr konzentriert und haben einen erstaunlichen Wissensdurst. Sie betrachten eine Untersuchung als Puzzle, das man zusammensetzen muss. In dieser Hinsicht sind sie also Hunter sehr ähnlich. Viele von ihnen können sich innerlich gut von ihrer Arbeit distanzieren. Das ist etwas, was Hunter nicht mehr beherrscht. Sein Problem – oder seine Stärke, je nach Perspektive – ist, dass er sich vollkommen von der Arbeit vereinnahmen lässt. Ich habe aber auch Forensiker getroffen, die von Fällen erzählt haben, die sie sehr stark berührt haben. So gesehen, ist Hunter also nicht allein. Ansonsten gehört zur Qualifikation eines Forensikers vor allem ein robuster Magen.

  

Was brachte Sie dazu, einen Helden wie Hunter zu erfinden?

Ich habe mich schon immer für Psychologie interessiert, was man wohl auch meinen Büchern anmerkt. Mit Hunter konnte ich einen komplexen Charakter mit Stärken und Schwächen entwickeln – einen Charakter, der kein typischer Held ist. Er ist kein Macho, prügelt sich nicht, und wenn er es täte, würde er wahrscheinlich verlieren. Er ist menschlich, er hat Zweifel, macht Fehler, so wie jeder von uns. Das finde ich als Autor viel spannender als einen Superman, der immer das Richtige tut.

 

Menschen entwickeln sich im Laufe ihres Lebens. In welche Richtung verändert sich David Hunter?

Hunter kämpft immer mit seinen Dämonen und versucht, mit sich selbst ins Reine zu kommen. Er ist hin und her gerissen zwischen dem, was er als Wissenschaftler auf der Grundlage harter Fakten erkennt, und dem, was ihm sein Instinkt sagt. Da findet ein ständiger Kampf in ihm statt bei dem Versuch, seine inneren Stimmen miteinander zu versöhnen. Ein anderes Problem ist es, die richtige Balance zwischen der Arbeit und dem Privatleben zu finden. Diese beiden Konflikte entwickeln sich in David Hunter weiter. Wie vermutlich die meisten anderen glaube auch ich nicht, dass Hunter diese Themen irgendwann ad acta legen wird.

 

Wie geht es Hunter nach diesem neuen Fall? Braucht er eine Pause oder denkt er schon an den nächsten Fall?

Hunter kann schlecht zwischen Beruflichem und Privatem trennen, egal wie kaputt er körperlich oder seelisch sein mag. In „Die Chemie des Todes“ versuchte er, vor sich selbst davon zu laufen, was nicht funktioniert hat. Für mich ist er nicht der Typus, der sich einfach zur Ruhe setzt. Ich glaube, man kann relativ sicher sein, dass früher oder später der nächste Job auf ihn wartet, um den er sich einfach kümmern muss – ob er nun will oder nicht…

 

Die Fragen stellte Henrik Flor, Literaturtest.

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ausgezeichnet
Werner,  , 12.04.2010
"Chemie des Todes" war ein Hammer, "Kalte Arsche" war mehr als ein Hammer und "Leichenblässe" ist wahnsinn. Da ist nur die Frage, kann Beckett mit seinem nächsten Buch das alles nochmal toppen? Der Mann ist einfach nur super

2 von 2
ausgezeichnet
Lucie,  , 12.04.2010
Simon Beckett knüpft mit seinem aktuellen Roman "Leichenblässe" durchaus an das gewohnte Niveau seiner Vorbücher an. David Hunter ist wie immer der Hauptakteur. Da dieser mir so sympatisch ist, wirken seine Handlungen immer authentisch und nicht ausgedacht. Dieser Fall scheint kompliziertester zu sein. Nicht nur, dass sich grausame Abgründe im Hirn des Mörders auftun, nein, auch muss David Hunter zu seiner alten Selbstsicherheit zurück finden. Da das Buch zum Ende eine spannende Wendung nimmt, ist der Lesespass bis zum Schluss garantiert. Ich hoffe, Simon Beckett bringt bald einen weiteren Teil von David Hunter unters Volk.

1 von 1
ausgezeichnet
JaneDoe83,  , 12.04.2010
Simon Becketts David-Hunter-Reihe ist ein wahrer Lichtblick im undurchdringlichen Wust der Krimi- und Thriller- Landschaft. "Leichenblässe" hat seine bisherigen Titel an Spannung, Gänsehautfaktor und forensischen Fakten bei weitem übertroffen. Einmal begonnen, zieht das Geschehen einen tief in die Welt der forensischen Anthropologie, dem Kampf um Zuständigekeitsbereiche der Behörden, Profileraussagen und überrascht mit einem Ende, das wohl niemand für möglich gehalten hätte. Gespannt und voller Ungeduld warte ich auf den vierten Hunter-Band.

1 von 1
ausgezeichnet
Mägi eugster, Brunnadern, 05.06.2010
Spannend von der ersten bis zu letzten Seite

1 von 1
ausgezeichnet
Giroud-Linder Helene, Aegerten, 11.03.2010
Von der ersten Seite lässt dich das Buch nicht mehr los.

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