Duft der Zeit
Ein philosophischer Essay zur Kunst des Verweilens. Nominiert für die Shortlist des Tractatus Essaypreises 2009
Vielfach sind die Pathologien des modernen Lebens als Pathologien der Zeiterfahrung beschrieben worden, zuletzt als Beschleunigung. Der Philosoph Byung-Chul Han zeigt in seinem Essay, dass diese Analysen das eigentliche Problem verfehlen. Das... mehr
2009, 4., unveränd. Aufl., 114 Seiten, Masse: 15,5 x 22,5 cm, Kartoniert (TB), Deutsch
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ISBN-10: 3837611574
ISBN-13: 9783837611571
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ISBN-10: 3837611574ISBN-13: 9783837611571
Produkt-Beschreibung zu: Duft der Zeit
Vielfach sind die Pathologien des modernen Lebens als Pathologien der Zeiterfahrung beschrieben worden, zuletzt als Beschleunigung. Der Philosoph Byung-Chul Han zeigt in seinem Essay, dass diese Analysen das eigentliche Problem verfehlen. Das Gefühl, alles beschleunige sich, ist nur eines der Symptome einer tiefer liegenden Störung der Zeitwahrnehmung, die er »Dyschronie« nennt. Die viel diskutierte Beschleunigungstheorie sieht - so seine provokante These - die eigentliche Zeitkrise nicht. Sie verdeckt sie sogar.
Han beschreibt die pathologischen Erscheinungen der Dyschronie und schlägt eine Zeitpraxis vor, die zu einer möglichen Heilung führt. In einer spannenden historischen Zeitreise zeigt der Essay, dass die Verabsolutierung der vita activa zu einem Verlust von Zeit und Welt, von Sinn und Dauer führt, begonnen in der Neuzeit bis hin zur heutigen Aktivgesellschaft, dass sie den Menschen zu einem Arbeiter, zum animal laborans degradiert. Nicht Strategien der Entschleunigung, sondern nur eine zeitgemässe Revitalisierung einer vita contemplativa, einer Kunst des Verweilens, vermag die vita activa auszubalancieren und nach dem Ende der grossen Erzählungen Welt und Zeit wiederzugewinnen. Eine Zeit, die im Sinne Prousts einen Duft der erfüllten Zeit verströmt.
Han beschreibt die pathologischen Erscheinungen der Dyschronie und schlägt eine Zeitpraxis vor, die zu einer möglichen Heilung führt. In einer spannenden historischen Zeitreise zeigt der Essay, dass die Verabsolutierung der vita activa zu einem Verlust von Zeit und Welt, von Sinn und Dauer führt, begonnen in der Neuzeit bis hin zur heutigen Aktivgesellschaft, dass sie den Menschen zu einem Arbeiter, zum animal laborans degradiert. Nicht Strategien der Entschleunigung, sondern nur eine zeitgemässe Revitalisierung einer vita contemplativa, einer Kunst des Verweilens, vermag die vita activa auszubalancieren und nach dem Ende der grossen Erzählungen Welt und Zeit wiederzugewinnen. Eine Zeit, die im Sinne Prousts einen Duft der erfüllten Zeit verströmt.
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