Bauern und Grossgrundbesitzer auf ihrem Weg ins Dritte Reich
Der Brandenburgische Landbund 1919-1933
Ende der Zwanzigerjahre des 20. Jahrhunderts wandte sich die Bauernschaft massenhaft der NSDAP zu. Verband man diese Entwicklung bisher überwiegend mit dem Einfluss R. Walther Darrés und seines Agrarpolitischen Apparats auf die unpolitisch und... mehr
2010, 429 Seiten, Masse: 16,3 x 25 cm, Gebunden, Deutsch
Akademie-Verlag
ISBN-10: 3050044861
ISBN-13: 9783050044866
Akademie-Verlag
ISBN-10: 3050044861ISBN-13: 9783050044866
Produkt-Beschreibung zu: Bauern und Grossgrundbesitzer auf ihrem Weg ins Dritte Reich
Ende der Zwanzigerjahre des 20. Jahrhunderts wandte sich die Bauernschaft massenhaft der NSDAP zu. Verband man diese Entwicklung bisher überwiegend mit dem Einfluss R. Walther Darrés und seines Agrarpolitischen Apparats auf die unpolitisch und in der Krise kopflos und desorientiert wirkenden Bauern, so korrigiert das vorliegende Buch diese Perspektive und kehrt sie tendenziell um.
Dem Historiker Rainer Pomp gelingt am Beispiel des Brandenburgischen Landbundes überzeugend der Nachweis einer eigenen radikalen Politisierung und Ideologisierung der Brandenburger Bauern, die langfristig dem Nationalsozialismus in die Hände spielten. Und er streicht deren Befähigung heraus, eine vom Grossgrundbesitz emanzipierte bäuerliche Bewegung mit eigener Führungselite und eigener politischer Strategie aufzubauen.
Dem Historiker Rainer Pomp gelingt am Beispiel des Brandenburgischen Landbundes überzeugend der Nachweis einer eigenen radikalen Politisierung und Ideologisierung der Brandenburger Bauern, die langfristig dem Nationalsozialismus in die Hände spielten. Und er streicht deren Befähigung heraus, eine vom Grossgrundbesitz emanzipierte bäuerliche Bewegung mit eigener Führungselite und eigener politischer Strategie aufzubauen.
Klappentext zu: Bauern und Grossgrundbesitzer auf ihrem Weg ins Dritte Reich
Rainer Pomp hat mit seiner im Schwerpunkt sozial- und politikgeschichtlichen Fallstudie, die sich auf eine zentrale Region Ostelbiens konzentriert, aber konsequent im Kontext des umfassenden Forschungsdiskurses zur Geschichte der Weimarer Republik argumentiert, einen innovativen Beitrag zum Ende dieser Republik vorgelegt. Ihm gelingt überzeugend der Nachweis einer eigenen, langfristig dem Nationalsozialismus zuarbeitenden radikalen Politisierung und Ideologisierung der brandenburgischen Bauern und deren Befähigung zur Ausbildung einer vom Grossgrundbesitz emanzipierten bäuerlichen Bewegung, einer eigenen Führungselite und eines eigenen politischen Weges. Er rekonstruiert eine politische Konfiguration und ein Erklärungsmuster, das die bisher dominierende Sicht einer punktuell auf die Krisenjahre 1928/29 zu datierenden Übernahme eines in der Grundstruktur unpolitischen und in der Krise kopflosen, desorientierten Bauern durch Richard Walter Darré und seinen agrarpolitischen Apparat tendenziell umkehrt.
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