Theresienstadt 1941-1945, Hans G. Adler, 20. Jahrhundert
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Theresienstadt 1941-1945, Hans G. Adler, 20. Jahrhundert

Theresienstadt 1941-1945

Das Antlitz einer Zwangsgemeinschaft. Nachw. v. Jeremy Adler

H. G. Adlers Monographie über Theresienstadt gilt seit der Erstveröffentlichung im Jahre 1955 als das Standardwerk über dieses »Ghetto«. Das Werk etablierte sich als die gründlichste, verlässlichste Darstellung... mehr

2012, Repr. d. 2. Aufl. v. 1960. 2. Aufl., LIX, 926 Seiten, Masse: 14,4 x 22,4 cm, Kartoniert (TB), Deutsch Wallstein ISBN-10: 3892446946
ISBN-13: 9783892446941
 

Produkt-Beschreibung zu: Theresienstadt 1941-1945

H. G. Adlers Monographie über Theresienstadt gilt seit der Erstveröffentlichung im Jahre 1955 als das Standardwerk über dieses »Ghetto«. Das Werk etablierte sich als die gründlichste, verlässlichste Darstellung eines Lagers im Dritten Reich. Adler begann schon während der Gefangenschaft in Theresienstadt Material für seine Monographie zu sammeln. Anschliessend vertiefte er seine Einsichten über das Vernichtungssystem während der Haft in Auschwitz und in Nebenlagern von Buchenwald. Kennzeichnend für Adlers Methode ist es, dass er sich schon während der Haft bewusst von seinen Erlebnissen distanzierte, sich gleichsam wie ein Ethnologe verhielt, um sich als Mensch zu retten. Die distanzierte Objektivität seiner Darstellung frappierte und überzeugte die Leser. In drei grossen Entwürfen erforscht Adler die Geschichte, die Soziologie und die Psychologie des Lagers. Wesentliche Methoden der modernen Historiographie treten hier bei der Erforschung der »Endlösung« erstmals in der Wissenschaft auf. Vor allem bringt Adler in beeindruckender Weise die Dokumente zum Sprechen, durch die das Mass des Geschehens unwiderlegbar zum Ausdruck gebracht wurde. Ebenfalls grundlegend ist Adlers meisterhafte Analyse des nationalsozialistischen Systems, in der er das Machtprinzip sowie Erfolg und Untergang des Dritten Reiches erhellt. Zu den frühesten Lesern und Förderern von Adlers Buch gehörten Hermann Broch (»doubtlessly a standard work«), Hannah Arendt und Theodor W. Adorno, der sich ganz entscheidend für die Erstveröffentlichung einsetzte. Inzwischen hat Theresienstadt nicht nur bei Historikern und Soziologen Schule gemacht, sondern auch in den jüngsten Schriften von Autoren wie Kempowski und W. G. Sebald ihren Niederschlag gefunden.
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Klappentext zu: Theresienstadt 1941-1945

H.G. Adlers Monographie über Theresienstadt gilt seit der Erstveröffentlichung im Jahre 1955 als das Standardwerk über dieses "Ghetto". Das Werk etablierte sich als die gründlichste, verlässlichste Darstellung eines Lagers im Dritten Reich. Adler begann schon während der Gefangenschaft in Theresienstadt Material für seine Monographie zu sammeln. Anschliessend vertiefte er seine Einsichten über das Vernichtungssystem während der Haft in Auschwitz und in Nebenlagern von Buchenwald. Kennzeichnend für Adlers Methode ist es, dass er sich schon während der Haft bewusst von seinen Erlebnissen distanzierte, sich gleichsam wie ein Ethnologe verhielt, um sich als Mensch zu retten. Die distanzierte Objektivität seiner Darstellung frappierte und überzeugte die Leser.In drei grossen Entwürfen erforscht Adler die Geschichte, die Soziologie und die Psychologie des Lagers. Wesentliche Methoden der modernen Historiographie treten hier bei der Erforschung der "Endlösung" erstmals in der Wissenschaft auf. Vor allem bringt Adler in beeindruckender Weise die Dokumente zum Sprechen, durch die das Mass des Geschehens unwiderlegbar zum Ausdruck gebracht wurde. Ebenfalls grundlegend ist Adlers meisterhafte Analyse des nationalsozialistischen Systems, in der er das Machtprinzip sowie Erfolg und Untergang des Dritten Reiches erhellt. Zu den frühesten Lesern und Förderern von Adlers Buch gehörten Hermann Broch ("doubtlessly a standard work"), Hannah Arendt und Theodor W. Adorno, der sich ganz entscheidend für die Erstveröffentlichung einsetzte. Inzwischen hat Theresienstadt nicht nur bei Historikern und Soziologen Schule gemacht, sondern auch in den jüngsten Schriften von Autoren wie Kempowski und W. G. Sebald ihren Niederschlag gefunden.

Rezension zu: Theresienstadt 1941-1945

»Die nüchterne Darstellung und emotionslose Schilderung aller Einzelheiten, die keine Heroisierung zulässt, auch nicht der Opfer, machen das Buch bis heute zu einem unverzichtbaren Werk über Theresienstadt.« (Anneke Müller, Prager Zeitung, 9.3.2006) »Das ist eines der Schlüsselwerke, wenn man wissen will, wie die Mordmaschine des Dritten Reichs funktionierte.« (Salzburger Nachrichten, 18.3.2006) »Der Wallstein Verlag hat sich grosse Verdienste erworben, ...

Autoren-Porträt von Hans G. Adler:

H. G. (Hans Günther) Adler, geboren 1910 in Prag, gestorben 1988 in London, war Dichter, Historiker, Soziologe, Philosoph und einer der letzten Universalgelehrten des 20. Jahrhunderts. Er hat Auschwitz überlebt und zwei grundlegende Bücher über Theresienstadt sowie eine fundamentale Analyse zur totalitaristischen Bürokratie veröffentlicht. Weitere Veröffentlichungen.

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