Ostschweiz
Naturmuseum Frauenfeld
Öffnungszeiten
ganzjährig, jeweils am Nachmittag, Montag geschlossen
Ermässigungen
keine - freier Eintritt für alle!
Besonderes
viele Spielmöglichkeiten für Kinder
Verpflegung
Museumscafé "zum goldenen Becher"
Adresse
Freie Strasse 26, 8500 Frauenfeld
Internet

Die beiden Museen in der Frauenfelder Altstadt sind leicht zu finden. Ein kleiner Fussmarsch von nur wenigen Minuten bringt Sie vom Bahnhof zur Freie Strasse. Wer nicht so gut zu Fuss ist, nimmt den Stadtbus der Linie 1, er hält direkt vor dem Museumseingang.
5000 Jahre alte Objekte von den Pfahlbauern, Alltagsgegenstände von den Römern und Kelten, Funde aus dem Napoleonischen Krieg von 1799 - Archäologie ist keine langweilige Materie. Wird sie richtig präsentiert, können sich auch Kinder dafür begeistern. Wie wärs, auf einer Wachstafel, wie sie die Römer benutzten, zu schreiben? Auch das nachgebaute Pfahlbaumodell macht neugierig.
Gerade im Kanton Thurgau gab es im Zeitraum von ca. 3900-3500 v.Chr. viele Pfahlbauersiedlungen. In den feuchten Fundschichten haben sich neben Keramik, Knochen und Steingeräten auch viele Funde aus Holz erhalten. Bei Grabungen in Arbon am Bodensee wurden sogar die Überreste von 27 Häusern entdeckt.
Auch richtige Schätze sind im Thurgau schon gefunden worden: Die 40 Silbermünzen von Steckborn finden Sie ebenfalls in der Ausstellung. Auf jedem Stockwerk gibt es Aktivitäten für Kinder, wo sie beispielsweise Perlen schleifen, Münzen schlagen oder sich wie Caesar kleiden können. Auf einer Nachbildung der Panflöte wird römische Musik wieder lebendig. Das Original, ebenfalls im Museum für Archäologie zu sehen, gilt als ältestes, ganz erhaltenes Musikinstrument der Schweiz.
Wie kommt der Thurgau eigentlich zu der im Volksmund verwendeten Bezeichnung "Mostindien"? Betrachtet man den Kanton Thurgau auf der Landkarte sieht seine Kontur wie jene von Indien aus. Eine andere Geschichte ist jene der Äpfel - noch vor 50 Jahren waren im Thurgau rund 1000 Apfelsorten bekannt, die unter anderem auch zu Most verarbeitet wurden. In den 1960er-Jahren fällten die Bauern Tausende unrentabler Obstbäume, damit gingen auch viele Obstsorten verloren.
Das Naturmuseum Thurgau präsentiert in seiner Dauerausstellung unter anderem eine Sammlung historischer Modelle von Apfel- und Birnensorten. Das Abenteuer Museumsbesuch kann beginnen. Sie begegnen der Natur auf Schritt und Tritt - vielerorts gibt es auch Betätigungsmöglichkeiten, Modelle zum Anfassen. Die meisten Objekte sind offen zugänglich. Vitrinen sind verpönt und nur dort notwendig, wo der Schutz vorrangig ist. Die von viel Licht durchfluteten Räume vermitteln den Eindruck von Weite.
Witzig gestaltet, wechseln sich die unterschiedlichsten Präsentationsarten ab und ergeben so ein gelungenes Gesamtkunstwerk: Ausgestopfte Tiere, Nachbildungen von Landschaften, interaktive Elemente, Foto- und Film-Dokumentationen.
Nach dem Rundgang durch beide Museen erwartet Sie im Musumescafé "Zum Goldenen Becher" eine willkommene Stärkung.

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