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Charlotte Link

Charlotte Link zählt zu den erfolgreichste deutschen Schriftstellerinnen der Gegenwart, ihre Werke sind stets in den Bestsellerlisten vertreten. Viele ihrer Romane schafften ebenfalls den internationalen Durchbruch.
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  • Das Echo der Schuld
    Das Echo der Schuld

    Charlotte Link

    Raffiniert, verstörend, genial In tiefer Nacht sinkt ein Boot vor der Küste Schottlands. Nichts als ihr Leben können die deutschen Aussteiger Nathan und Livia...

    0 Sterne
    2014, 544 Seiten, Masse: 11,8 x 18,7 cm, Taschenbuch, Deutsch

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  • Sechs Jahre -20%
    Sechs Jahre

    Charlotte Link

    Der Abschied von meiner Schwester

    Bestsellerautorin Charlotte Link hat über die Krankheit und das Sterben ihrer geliebten Schwester geschrieben. Das Buch „Sechs Jahre – Der Abschied von meiner...

    0 Sterne
    2014, 320 Seiten, Masse: 13,5 x 20,5 cm, Gebunden, Deutsch

    Statt Fr. 28.50
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  • Der Verehrer
    Der Verehrer

    Charlotte Link

    Als in einem Waldstück die Leiche einer erst kürzlich ermordeten Frau gefunden wird, stehen Polizei und Angehörige vor einem Rätsel: die Frau galt seit...

    5 Sterne
    2011, 510 Seiten, Masse: 12 x 18,7 cm, Taschenbuch, Deutsch

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  • Das andere Kind
    Das andere Kind

    Charlotte Link

    Charlotte Link, eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen, mit einem psychologisch raffinierten Spannungsroman. Das beschauliche Scarborough wird von einem Mord...

    5 Sterne
    2011, 666 Seiten, Masse: 11,5 x 18,3 cm, Taschenbuch, Deutsch

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  • Die Täuschung -20%
    Die Täuschung (eBook / ePub)

    Charlotte Link

    Roman

    Mörderische Provence ... Peter Simon, geschätzt als erfolgreicher Geschäftsmann und geliebt als fürsorglicher Ehemann und Vater, verschwindet spurlos auf einer Reise in der...

    5 Sterne
    2014, 496 Seiten, Deutsch

    Print-Originalausgabe Fr. 14.90

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  • Die letzte Spur
    Die letzte Spur

    Charlotte Link

    Roman

    Elaine Dawson ist vom Pech verfolgt. Als sie nach Gibraltar zur Hochzeit einer Freundin reisen will, werden sämtliche Flüge in Heathrow wegen Nebels gestrichen....

    0 Sterne
    2014, 640 Seiten, Masse: 12,5 x 18,7 cm, Taschenbuch, Deutsch

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  • Der fremde Gast -20%
    Der fremde Gast (eBook / ePub)

    Charlotte Link

    Roman

    Rebecca Brandt hat beschlossen, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Doch ein unerwarteter Besucher hält sie von ihrem Vorhaben ab. Ein alter Freund besucht sie in ihrem Haus in...

    0 Sterne
    2014, 480 Seiten, Deutsch

    Print-Originalausgabe Fr. 14.90

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  • Sechs Jahre -20%
    Sechs Jahre (eBook / ePub)

    Charlotte Link

    Der Abschied von meiner Schwester

    Das persönlichste Buch von Charlotte LinkAuf eindringliche Weise berichtet Bestsellerautorin Charlotte Link von der Krankheit und dem Sterben ihrer Schwester Franziska. Es ist...

    0 Sterne
    2014, 320 Seiten, Deutsch

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  • Sturmzeit -20%
    Sturmzeit (eBook / ePub)

    Charlotte Link

    Roman

    Ihre grosse Sturmzeit-Trilogie  jetzt im Blanvalet-Taschenbuch!Sommer 1914. In Europa gärt es, doch auf dem Familiengut der Degnellys in Ostpreussen scheint noch Zeit zu sein für...

    0 Sterne
    2014, 544 Seiten, Deutsch

    Print-Originalausgabe Fr. 12.90

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  • Der Verehrer -20%
    Der Verehrer (eBook / ePub)

    Charlotte Link

    Roman

    Spannend, abgründig und überaus raffiniertAls in einem Waldstück die Leiche einer erst kürzlich ermordeten jungen Frau gefunden wird, stehen die Polizei und die Angehörigen vor...

    0 Sterne
    2014, 512 Seiten, Deutsch

    Print-Originalausgabe Fr. 16.90

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Interview mit Charlotte Link


Die bekannte Bestseller-Autorin hat sich exklusiv den Fragen unserer Weltbild-Fans gestellt. Hier finden Sie das komplette Interview:


Tina Bo: Hallo, ich wollte mich erst mal für die tollen Bücher bedanken. Ich war erst sehr skeptisch, doch dann habe ich die Bücher kaum noch aus der Hand legen können. Ich freue mich schon darauf, das neue Buch zu lesen. Mich interessiert, wie sie die Inspirationen für die Bücher erhalten, was sagt denn ihre Familie zu den Büchern? Dürfen diese sie als erste lesen? Bitte weiter solche tollen Bücher. Vielen Dank.

Charlotte Link: Liebe Frau Bo, inspiriert werde ich meistens aus eher nebensächlich erscheinenden Situationen des Alltags - oft so unspektakulär, dass es mir selber später schwer fällt zu erklären, weshalb gerade dieses Ereignis oder dieser Mensch letztlich zu einem ganzen Buch geführt haben. Es kann unter Umständen einfach der Gesichtsausdruck einer mir fremden Person sein, der mir im Vorbeigehen auffällt und eine Gedankenkette in mir auslöst: Wer ist dieser Mensch, wie sehen seine Lebensumstände aus, was alles verbirgt sich vielleicht in seinem Inneren usw. Ich beschäftige mich mit diesen Fragen, und unter Umständen ist damit eine Figur geboren, die eine wesentliche Rolle in einem neuen Buch spielen wird, und nach und nach entsteht eine Geschichte um sie herum, entsteht ein Umfeld, entstehen weitere Protagonisten. Ja, und wenn dann - gut eineinhalb Jahre später - die erste Fassung des Manuskriptes vorliegt, darf es mein Mann als Erster lesen und mich mit seinen gnadenlosen Kommentaren ärgern, aber auch anspornen und oft auch überzeugen... Später lesen dann alle aus der Familie das gedruckte Buch. Ausser mir ist niemand in der Familie ein ausgesprochener Krimi- oder Thrillerfan, aber für meine Romane machen sie natürlich eine Ausnahme.

Natascha Reis: Sehr geehrte Frau Link! Wenn Sie sich einen Urlaub gönnen, können Sie dann komplett von Ihrem Job abschalten oder inspiriert Sie die Auszeit vom Alltag noch mehr? MfG N. Reis

Charlotte Link: Liebe Frau Reis, das ist, glaube ich, bei vielen kreativen Tätigkeiten das Phänomen: Wenn man auf eine Inspiration hofft, kommt sie nicht, aber wenn man frei ist von jeder Erwartung, stellen sich die Einfälle ein. Wenn ich im Urlaub komplett abschalte - was mir durchaus gelingt -, kann es leicht passieren, dass mir plötzlich eine ganz entscheidende Idee kommt. Was vielleicht allerdings bedeutet, dass ich ganz untergründig doch noch bei dem Buch bin...

Lisa Rita: Liebe Frau Link, ich verschlinge förmlich vor Begeisterung ihre Bücher. Was lesen sie privat?

Charlotte Link: Liebe Frau Rothstock, ich bin eine ganz leidenschaftliche Leserin und muss immer ein Buch haben, an dem ich gerade "dran bin". Meine grosse Vorliebe sind Krimis und Thriller, das war eigentlich schon immer so - und fing in meiner Kindheit mit "Kalle Blomquist, der Meisterdetektiv" von Astrid Lindgren an. Heute lese ich besonders gerne Karin Slaughter, Tess Gerritsen, John Grisham, Elizabeth George, Simon Beckett, Henning Mankell, Jo Nesbo, Liza Marklund. Um nur einige zu nennen. Ausserdem habe ich ein Faible für Biographien. Mich interessieren gut und detailliert geschriebene Lebensläufe von historischen Persönlichkeiten, aber auch von Menschen der Zeitgeschichte, besonders von Politikern, weil es mich ungeheuer reizt, im Nachhinein dabei dann auch zu erfahren, was sich alles hinter den Kulissen dessen, was man als normaler Bürger aus den Fernsehnachrichten und den Zeitungen erfuhr, abgespielt hat. Zuletzt habe ich - als England-Fan! - die Autobiographie von Tony Blair gelesen.

Ragna Rittmar: Hallo Frau Link, werden Sie auch mal Krimis für Jugendliche schreiben? Ich habe bis jetzt all Ihre Bücher verschlungen und kann es kaum erwarten endlich das neue Buch in den Händen zu haben.... Schöne Weihnachtszeit

Charlotte Link: Liebe Frau Dittmar, ich hoffe, das neue Buch gefällt Ihnen!! Ich habe vor langen Jahren eine Krimiserie für Kinder geschrieben -"Reiterhof Eulenburg" -, die kürzlich neu aufgelegt wurde. Was Krimis für Jugendliche angeht, so kann ich mir das durchaus vorstellen, würde aber auf jeden Fall warten, bis meine Tochter im entsprechenden Alter ist, um durch sie die richtigen Antennen für die derzeit junge Generation zu bekommen. Es hat sich doch vieles sehr verändert, so dass ich es mir nicht ohne jede Vorbereitung zutrauen würde, in die Vorstellungs- und Gefühlswelt heutiger Teenager einzusteigen.

Bettina Kunkel: Hallo Frau Link, wie lange haben Sie Zeit ein Buch zu schreiben? Setzt Ihnen der Verlag eine Frist oder können Sie auch mal sagen: "Diese Jahr nicht, aber dafür nächstes Jahr!" Wie verbringen Sie Weihnachten? Ich wünsche Ihnen noch viele gute Ideen für die nächsten Bücher und freue mich jetzt auf "Der Beobachter".

Charlotte Link: Liebe Frau Kunkel, im Prinzip stehen die Erscheinungstermine der Bücher langfristig fest, denn im Vorfeld der Auslieferung ist viel zu tun, worauf sich der Verlag einstellen muss: Titel und Cover müssen gefunden, Klappentexte geschrieben, die Vorschau gestaltet werden usw. Ich arbeite etwa anderthalb Jahre an einem Buch, danach sind meine Abgabetermine berechnet, und im Allgemeinen klappt das gut (zum Glück erscheint ja nicht jedes Jahr ein Buch von mir!). Einmal habe ich es nicht geschafft, den Termin einzuhalten, und das Buch musste um ein Jahr verschoben werden, aber für so etwas haben Verleger Verständnis: Als Autor arbeitet man kreativ, und Kreativität lässt sich nicht immer erzwingen. Zu Weihnachten: Das ist bei uns ganz familiär. Wir feiern zu Hause, mein Mann, meine Tochter und ich, dazu kommen mein Stiefsohn, der in Berlin studiert und meist seine jeweils aktuelle Freundin mitbringt, und meine Eltern. Wir sind also immer etwa sieben Personen, dazu meine drei Hunde - ein gemütliches Chaos.

Melanie Truhöl: Liebe Frau Link, ich habe einige Ihrer Bücher gelesen und meine Frage wäre: Schreiben Sie die Bücher zu Hause oder reisen Sie für Ihre Schreibarbeiten an den jeweiligen Ort, wo diese handeln?

Charlotte Link: Liebe Frau Truhöl, schreiben kann ich meine Bücher nur zu Hause, weil ich, um mich konzentrieren zu können, schon meine vertraute Umgebung brauche: Meinen Schreibtisch, meinen Computer, meinen gewohnten Tagesablauf. Aber ich recherchiere die Gegend, in der die Romane spielen, sehr gründlich. Ich reise mindestens zweimal an die entsprechenden Orte: Einmal im Vorfeld meiner Arbeit, um ein Grundgefühl für die Gegend zu bekommen, und dann noch einmal gegen Ende des Schreibprozesses, um gezielt die vielen Fragen zu klären, die sich im Laufe der Arbeit ergeben haben. Diese zweite Reise dauert länger und ist wesentlich anstrengender.

Tina Werner: Liebe Frau Link, wenn man solche Bücher schreibt, dann lebt man ja sicher in dieser Zeit ganz in dem Thriller. Ich würde sicher sogar davon träumen wenn man sich so intensiv mit der Handlung beschäftigt. Können Sie nach dem Schreiben sofort abschalten und wieder unbekümmert das Alltagsgeschehen aufnehmen oder verfolgen einem die Gedanken der Geschichte weit in den Abend oder in die Nacht. Viele brauchen bestimmte Rituale wie eine Tasse Tee oder ein Spaziergang um von der täglichen Arbeit abzuschalten - haben Sie auch solche Möglichkeiten für sich gefunden? Ich freue mich auf Ihre Antwort und wünsche weiterhin viel Erfolg. Hatten Sie eigentlich auch schon mal eine Schreibblockade?

Charlotte Link: Liebe Frau Werner, um mit der letzten Frage zu beginnen: Schreibblockaden kenne ich leider zur Genüge, wobei ich allerdings erst einmal eine hatte, die richtig lange dauerte und mich wirklich fast verzweifeln liess. Meist komme ich einfach ein paar Tage lang nicht weiter - was an der jeweiligen Szene liegen kann, die sich "sperrt", oder an meiner psychischen Verfassung. Wenn sich die Blockade löst, fragt man sich hinterher oft ganz erstaunt, worin denn nun die Schwierigkeit bestand...? Abschalten kann ich ganz gut, zumindest dann, wenn die Arbeit zufriedenstellend gelaufen ist. Wenn es hakt, kann es schon sein, dass ich das Problem mitnehme und es dann auch bis zum nächsten Tag nicht loswerde. Was mir wirklich hilft, um aus dem Kreiseln um das Buch heraus zu kommen, ist Bewegung. Da ich drei Hunde habe, muss ich jeden Tag viel laufen, und nach einer Stunde an der frischen Luft bin ich immer ein neuer Mensch. Hinzu kommt, dass meine zehnjährige Tochter sehr nachdrücklich ihr Recht auf ihre Zeit mit mir einfordert und mit all ihren Wünschen und Problemen an mich herantritt. Da bleibt mir dann meist gar keine Gelegenheit mehr, mich noch mit meiner Arbeit zu beschäftigen. Trotzdem: Ich bin auch schon nachts wach geworden und einzelne Szenen durchgegangen und habe mich gefragt, ob ich sie vielleicht ganz anders aufbauen sollte... Insofern werde ich meine Arbeit oft nicht wirklich los.

Melanie Truhöl: Liebe Frau Link, ich habe einige Ihrer Bücher gelesen und meine Frage wäre: Schreiben Sie die Bücher zu Hause oder reisen Sie für Ihre Schreibarbeiten an den jeweiligen Ort, wo diese handeln?

Charlotte Link: Liebe Frau Truhöl, schreiben kann ich meine Bücher nur zu Hause, weil ich, um mich konzentrieren zu können, schon meine vertraute Umgebung brauche: Meinen Schreibtisch, meinen Computer, meinen gewohnten Tagesablauf. Aber ich recherchiere die Gegend, in der die Romane spielen, sehr gründlich. Ich reise mindestens zweimal an die entsprechenden Orte: Einmal im Vorfeld meiner Arbeit, um ein Grundgefühl für die Gegend zu bekommen, und dann noch einmal gegen Ende des Schreibprozesses, um gezielt die vielen Fragen zu klären, die sich im Laufe der Arbeit ergeben haben. Diese zweite Reise dauert länger und ist wesentlich anstrengender.

Claudia Voss: Liebe Frau Link, ich lese seit Jahren mit grosser Begeisterung Ihre Bücher. Mich würden einige Fragen interessieren. Wie oder durch wen sind Sie zum Schreiben gekommen? Haben Sie jemals Literatur rund um die Kunst des Schreibens gelesen oder liegt es Ihnen einfach im Blut? Was entsteht bei Ihnen zuerst: Die Geschichte oder die einzelnen Charaktere? Lesen Sie privat auch eher Thriller? Und warum überhaupt Thriller? Ich lese Thriller sehr gerne. Sie sind fesselnd, spannend, reissen mich sofort in die Welt des Charakters, sie animieren einen dazu genau mitzudenken, sich in die Situation hineinzuversetzen. Was hat Sie dazu bewegt in die Kategorie Thriller zu gehen? Ich hätte da noch viele Fragen, aber ich denke mir: Irgendwann muss es für den Anfang auch reichen. ... Herzliche Grüsse Claudia Voss

Charlotte Link: Liebe Frau Voss, zum Schreiben bin ich, glaube ich, durch meine Liebe zu Büchern und zum Lesen gekommen. Ich habe schon als Kind und auch als Jugendliche alles gelesen, was mir in die Finger kam. Bücher waren meine Welt, und irgendwann wollte ich versuchen, mir diese Welt auch noch einmal anders zu erobern - nicht nur konsumierend, sondern indem ich selber kreativ werde. Über die "Technik" des Schreibens habe ich nie etwas gelesen, auch nie an entsprechenden Kursen oder Seminaren teilgenommen, wobei das damals, in den frühen Achtzigerjahren, auch kaum angeboten wurde. Heute ist "Creative writing" jedem ein Begriff, damals gab es das, zumindest in Deutschland, noch nicht - oder war zumindest wenig bekannt. Ob zuerst die einzelnen Charaktere entstehen oder die Geschichte: Das ist unterschiedlich, und manchmal lässt es sich auch gar nicht so genau auseinander halten, was zuerst da ist. Ich habe schon Bücher geschrieben, da gab es zuerst eine Figur mit ihrer persönlichen Geschichte (z.B. jetzt in "Der Beobachter"), und dann hat sich die eigentliche Handlung erst entwickelt. Genauso kann es aber sein, dass ich den Plot der Handlung habe, und dann erst anfange, mir Gedanken über die Personen zu machen, die ihn tragen. Und es gibt den Fall, da habe ich eine klare Vorstellung vom Handlungsablauf, denn entwickle ich ein paar Protagonisten, und diese wiederum bekommen ein solch ausgeprägtes Eigenleben, dass sie mir die ganze Handlung kippen und am Schluss entsteht etwas ganz Neues. Privat lese ich auch gerne Thriller/Krimis. Und zwar aus demselben Grund, aus dem ich sie auch schreibe: Ich finde, sie eignen sich, ganz tief in das Innere der Figuren einzusteigen. Ein Verbrechen, selbst wenn es nur im entferntesten Umfeld eines Menschen verübt wird, stellt eine traumatische, tief verunsichernde und häufig alles Gewohnte auf den Kopf stellende Erfahrung dar. Menschen können durch die Begegnung mit dem völlig Unerwarteten und Schrecklichen selten das Bild, das sie von sich selber nach aussen vermitteln, ungestört und ungetrübt aufrecht erhalten, weil die Grundfeste, auf denen es ruht, erschüttert sind. Sie werden verletzlicher und durchlässiger. Ideal, um sie im Kern zu ergründen.

Claudia Kurch: Hallo Frau Link, liebes Weltbildteam! Mich würde sehr interessieren, welche beruflichen Vorstellungen Sie als Jugendliche hatten? Eine schöne Vorweihnachtszeit und viele Grüsse aus Berlin! Claudia Kurch

Charlotte Link: Liebe Frau Kurch, als Jugendliche schrieb ich zwar schon an meinem ersten Buch, hätte mir aber nicht im Traum vorstellen können, daraus einen Beruf zu machen, von dem es sich leben lässt... Ich hatte damals den Plan, Rechtsanwältin zu werden, was nahelag, da ich aus einer Familie voller Juristen komme. Ich begann dann auch ein Jura-Studium, obwohl das erste Buch bereits von einem Verlag angenommen worden war. Ich schwankte noch, ob ich mich auf Familienrecht oder auf Strafrecht spezialisieren wollte, da begannen das Schreiben und der Erfolg damit so viel Eigendynamik zu entwickeln, dass eine Entscheidung notwendig wurde. Und so kam dann alles ganz anders als gedacht.